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Vidar-Stealer-Chrome-Injection-Malicious-JS-Targeting-Google-Reddit-Sessions-Analysis — Reverse Engineering von Vidar Stealer: Von obfuskierten Speicher-Strings über Chrome-Prozessinjektion und bösartige JS-Ausführung bis hin zu aktiver Session-Hijacking bei Google & Reddit. | Kitploit
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Vidar-Stealer-Chrome-Injection-Malicious-JS-Targeting-Google-Reddit-Sessions-Analysis

Reverse Engineering von Vidar Stealer: Von obfuskierten Speicher-Strings über Chrome-Prozessinjektion und bösartige JS-Ausführung bis hin zu aktiver Session-Hijacking bei Google & Reddit.

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214vor 1 TagNoch nicht geprüft

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1. Binary Ninja – Obfuskation & In-Memory-Payload-Konstruktion

Die in Binary Ninja geladene Vidar-Stealer-Probe zeigt stark obfuskierten Code innerhalb der Funktion main.vxormo. Die Analyse ergibt, dass sich die Malware auf String-Verschlüsselung, benutzerdefinierte XOR-Routinen und Laufzeit-Speicherzusammenbau stützt, um ihr wahres Verhalten zu verbergen. Die \x00-lastigen Byte-Arrays (x00\x00\x00...) in der Pseudo-C-Ansicht deuten darauf hin, dass rohe Payload-Fragmente direkt im Speicher konstruiert werden.

Zentrale Beobachtungen:

Obfuskierte Funktionen: Zufällig generierte Namen wie main.vxormo, main.oqvmwusz und main.dzgsnuhm werden verwendet, um die Funktionalität zu verschleiern. Obfuskierte Strings: whatnthotsfalse... und cornbindtrue... sind verschlüsselte Strings, die zur Laufzeit aufgelöst werden. Benutzerdefinierte XOR-Routine: Der Funktionsname vxormo selbst deutet darauf hin, dass eine benutzerdefinierte XOR-Entschlüsselungsschleife aktiv ist. In-Memory-Payload-Konstruktion: Arrays mit den Bytes \x00, \x89, \x99, \x48 werden mittels _builtin_memcpy in den Speicher geschrieben. Der Zeiger uint8_t)rax zeigt, dass rohe Shellcode-/Payload-Fragmente zusammengesetzt werden.

Warum das wichtig ist:

Umgehung der statischen Analyse: Die Verwendung zufällig benannter Funktionen und verschlüsselter Strings bedeutet, dass signaturbasierte AV-Lösungen die Payload nicht identifizieren können. In-Memory-Ausführung (fileless): Die \x00-Payload wird niemals auf die Festplatte geschrieben; sie wird direkt im Speicher (RWX) alloziert und ausgeführt, wodurch Dateiscanner umgangen werden. Benutzerdefinierte XOR-Verschlüsselung: Eine benutzerdefinierte XOR-Routine verhindert einfache String-Extraktion oder YARA-Regel-Treffer. Datenverbergung: Die massiven, unlesbaren Arrays (\x00\x00\x00\x01...) sind wahrscheinlich verschlüsselte Konfigurationsblöcke (C2-URLs, Grabber-Module), die nur bei Bedarf entschlüsselt werden.

Visuelle Referenz:

vidar binaryninja obfuscation

2. Binary Ninja – Anti-Forensik & Umgebungsbereinigung

Eine zweite Ansicht der Vidar-Stealer-Probe in Binary Ninja zeigt eine Funktion (main.obttcklrlfwpzvugbzqtn), die der Systemaufklärung und anti-forensischen Bereinigung dient. Die Funktion verarbeitet verschlüsselte Strings und löst API-Namen auf, um Spuren ihrer Ausführung zu verwischen, wobei sie gezielt DNS-Caches, Ereignisprotokolle und temporäre Internetdateien anvisiert, bevor sie die endgültige Payload ablegt.

Zentrale Beobachtungen:

Obfuskierte API-Auflösung: Der String ...DiednsQuery_WGGetIfEntryCancelIoExCreatePipe... ist eine verschlüsselte Verkettung von WinAPI-Aufrufen Identifizierte Bereinigungs-APIs: DnsQuery_W / DnsFlushResolverCache – leert den DNS-Cache, um Spuren der C2-Domain-Auflösung zu verbergen. GetIfEntry – zählt Netzwerkschnittstellen auf (Prüfung auf Sandbox-/virtuelle Adapter). WinExec – führt dynamisch Systembereinigungsprogramme aus (z. B. cmd.exe /c del ...). Syscall-/Skriptausführung: Verweise auf dllws2_32.dll und /dev/stdin (Standard-Eingabeumleitung) deuten darauf hin, dass die Malware sich darauf vorbereitet, mit den Standard-Streams oder dem Netzwerk-Stack des Systems zu interagieren.

Warum das wichtig ist:

Anti-Forensik: Das Leeren des DNS-Caches (DnsFlushResolverCache) und das Aufrufen von Bereinigungsroutinen stellen sicher, dass Netzwerkprotokolle und lokale Artefakte zerstört werden, was die Incident Response erschwert. Sandbox-Umgehung: Das Abfragen von Netzwerkschnittstellen (GetIfEntry) ermöglicht es dem Stealer, virtualisierte Umgebungen (z. B. VMware, VirtualBox) zu erkennen und die Ausführung abzubrechen, wenn eine Sandbox erkannt wird Verschleierung des Ausführungsflusses: Die Verwendung von WinExec für die Bereinigung bedeutet, dass die Malware Lösch-APIs nicht statisch importieren muss; sie delegiert die Drecksarbeit an das Betriebssystem. Fileless-Interaktion: /dev/stdin-Umleitung und Pipe-Nutzung (CreatePipe) ermöglichen es dem Stealer, gestohlene Daten an einen injizierten Prozess oder eine Befehlsshell weiterzugeben, ohne die Festplatte zu berühren.

Visuelle Referenz:

vidar binaryninja cleanup

3. Process Hacker – Chrome-Prozessinjektion (Hollowing)

Die Speicheransicht von Process Hacker für den Prozess chrome.exe (PID 8944) bestätigt, dass der Vidar Stealer seine Nutzlast direkt in den Speicherbereich des Browsers injiziert hat. Der String-Scan legt mehrere Thread-Ausführungsblöcke offen, ein typisches Artefakt von Process Hollowing oder Remote-Thread-Injection. Durch die Injektion in Chrome agiert der Stealer unter einem vertrauenswürdigen Prozess mit hoher Integrität, um stillschweigend Cookies, gespeicherte Anmeldedaten und Session-Tokens zu erbeuten.

Zentrale Beobachtungen:

Injizierte Threads (Speicher-Strings): THREAD_BROWSER_WATCHDOG / THREAD_GPU_WATCHDOG – Watchdogs wurden gekapert, um die injizierten Threads am Leben zu halten. THREAD_CACHE_BLOCKFILE – deutet auf eine Manipulation des Chrome-Caches hin (wahrscheinlich zur Extraktion von Sitzungsdaten). THREAD_AUDIO_INPUTDEVICE / THREAD_GAMEPAD_POLLING – nicht essentielle Threads wurden zweckentfremdet, um bösartige Aktivitäten zu verschleiern. THREAD_WEBCRYPTO – höchst verdächtig; Chromes interne Krypto-API wird genutzt, um gespeicherte Passwörter und Cookies zu entschlüsseln. THREAD_PROXYRESOLVER / THREAD_DATABASE – werden genutzt, um Netzwerkverkehr abzufangen und auf die lokale Anmeldedaten-Datenbank zuzugreifen.

Warum das wichtig ist:

Diebstahl von Browser-Anmeldedaten: Das Hooking von THREAD_WEBCRYPTO und THREAD_DATABASE ermöglicht es Vidar, Chromes Verschlüsselung zu umgehen und gespeicherte Passwörter und Cookies zu stehlen. Living off the Land: Durch die Injektion in chrome.exe tarnt sich die Malware als legitimer Browser-Datenverkehr und umgeht so mühelos Firewalls und EDR-Netzwerkregeln. Process Hollowing: Das Vorhandensein von Standard-Chrome-Threads neben injizierten Threads bedeutet, dass die Malware wahrscheinlich einen legitimen Thread ausgehöhlt oder CreateRemoteThread verwendet hat. Session Hijacking: THREAD_CACHE_BLOCKFILE und die Cookie-Extraktion ermöglichen es dem Angreifer, aktive Sitzungen zu stehlen (Session Hijacking), ohne das Passwort des Benutzers zu benötigen. Evasion: Antivirus-Lösungen scannen selten innerhalb des Speicherbereichs eines signierten Browsers wie Chrome.

Visuelle Referenz:

vidar chrome injection

4. Process Hacker – Injizierte Chrome-Strings & Hooking von Anmeldedaten-Zielen

Ein tieferer Blick in den injizierten Speicherbereich von chrome.exe (PID 8944) offenbart eine Sammlung von Strings, die gezielt auf Google-Authentifizierungsabläufe, Reddit-Sitzungen und die JavaScript-Ausführung des Browsers abzielen. Das Vorhandensein dieser Strings bestätigt, dass der Vidar Stealer bösartiges JavaScript injiziert oder Browser-APIs hookt, um Anmeldedaten und Session-Tokens abzufangen.

Zentrale Beobachtungen:

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