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Kritischer Sicherheitsbericht: Discord macOS-Client

Datum: 2026-01-25 Ziel: Discord-Client (macOS Stable 0.0.373) Autor: Antigravity

🚨 Zusammenfassung

Wir haben eine kritische Sicherheitslücke im Discord-macOS-Client (Electron-basiert) identifiziert, die die erzwungene Offenlegung des Remote-Debugging-Ports (9222) über lokale Konfiguration oder Befehlszeilen-Flags betrifft. Dadurch kann ein lokaler Angreifer die Authentifizierung (2FA, Passwort) vollständig umgehen und einen Remote-Code-Execution-Kontext (RCE) innerhalb des Clients erreichen.

CVE-Statusprüfung

  • Eigenständiger Vektor: Diese Schwachstelle unterscheidet sich von der zuvor gemeldeten CVE-2024-23739 (RunAsNode-RCE).
  • Zero-Day-Status: Derzeit ist keine CVE für die „Offenlegung des Remote-Debugging-Ports" bei Discord macOS zugewiesen. Dies wird als Zero-Day- (oder ungepatchte N-Day-) Konfigurationsschwachstelle eingestuft.
  • Neues Bedrohungsmodell: Obwohl die settings.json-Injektion eine bekannte Technik ist, stuft die Demonstration von Wurm-Verbreitung und Echtzeit-Spyware-Fähigkeiten dies als kritisches Sicherheitsrisiko ein.

💥 Ausnutzungsszenarien (Auswirkungsanalyse)

1. Zero-Click-Kontoübernahme (ATO)

  • Mechanismus: Aufrufen von getToken() über die Debug-Konsole, um das unverschlüsselte Benutzer-Token zu extrahieren.
  • Auswirkung: Der Angreifer erhält von jedem Ort aus sofortigen Zugriff auf das Konto und umgeht dabei Passwort- und 2FA-Anforderungen.

2. Echtzeit-Spyware (Verifiziert)

  • Mechanismus: Nutzung von Network.enable und DOM-Zugriff über den Debug-Port, um den gesamten gerenderten Text und den WebSocket-Datenverkehr zu erfassen.
  • Verifizierter PoC: Das Skript discord_spyware_v2.py extrahierte erfolgreich die private DM-Liste und Serverliste des Opfers (z. B. „White Hat Community", „LGU+ Security Hackathon") in Echtzeit als Klartext.
  • Nachweis: Siehe proof_spyware.png (Terminalausgabe mit extrahiertem privatem UI-Text).
  • Auswirkung: Vollständiger Verlust der Privatsphäre. Angreifer können private Gespräche und versteckte Kanäle stillschweigend überwachen.

3. Automatisierte Wurm-Verbreitung

  • Mechanismus: Steuerung der Chat-Eingabe (Textarea) über DOM-Manipulation, um automatisch bösartige Links an alle Freunde und Servermitglieder zu senden.
  • Auswirkung: Potenziell massive virale Verbreitung von Malware unter Ausnutzung des Vertrauens des Opfers.

4. Unsichtbare Persistenz (Backdoor)

  • Mechanismus: Ändern von settings.json, um den Debug-Port bei jedem Anwendungsstart dauerhaft zu aktivieren.
  • Auswirkung: Die Backdoor bleibt dauerhaft aktiv, ohne Antivirensoftware auszulösen, da sie legitime Discord-Flags verwendet.

🛠️ Proof of Concept (Technische Verifizierung)

Die Schwachstelle wurde durch die folgenden Schritte verifiziert:

  1. Exploit: Starten von Discord mit --remote-debugging-port=9222.
  2. Zugriff: Verbindung mit der lokalen WebSocket-Debugger-URL.
  3. Ausführung: Injizieren von alert("GOD MODE ACTIVE"), um die Benutzeroberfläche einzufrieren (Screen Defacement), und Ausführen von discord_spyware_v2.py, um den Bildschirminhalt auszugeben.

🛡️ Behebung

  1. Debug-Flags deaktivieren: Produktions-Builds sollten gefährliche Befehlszeilen-Schalter wie --remote-debugging-port explizit ignorieren. (In electron.main deaktivieren).
  2. Integritätsprüfungen: Kritische Konfigurationsdateien wie settings.json sollten signiert (HMAC) oder verschlüsselt werden, um externe Manipulation zu verhindern.
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