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CVE-2025-65320 — CVE-2025-65320 Proof-of-Concept, der die Extraktion von Klartext-Lizenzschlüsseln aus dem Prozessspeicher durch Anhängen eines Debuggers demonstriert und so die Umgehung der Softwareaktivierung bei Abacre Restaurant POS ermöglicht. | Kitploit
Tools/GitHubGitHub/yonathanpy/cve-2025-65320
SpeicherforensikSchwachstellenanalyseExploitationReverse EngineeringDebuggerBinäranalyse
GitHubyonathanpy/cve-2025-65320

CVE-2025-65320

CVE-2025-65320 Proof-of-Concept, der die Extraktion von Klartext-Lizenzschlüsseln aus dem Prozessspeicher durch Anhängen eines Debuggers demonstriert und so die Umgehung der Softwareaktivierung bei Abacre Restaurant POS ermöglicht.

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21vor 5 MonatenNoch nicht geprüft

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CVE-2025-65320

Titel

Klartextspeicherung sensibler Lizenzmaterialien im Prozessspeicher von Abacre Restaurant Point of Sale (POS)

Übersicht

In Abacre Restaurant Point of Sale (POS) Versionen <= 15.0.0.1656 liegt eine Schwachstelle vor, bei der sensible Lizenzdaten während des Softwareaktivierungs-Workflows im Klartext im Prozessspeicher gespeichert werden.

Während des Lizenzaktivierungsvorgangs generiert und verarbeitet die Anwendung gerätegebundene Lizenzschlüssel, die die Softwareinstallation an einem bestimmten Rechner validieren sollen. Diese Werte werden jedoch ohne angemessenen Schutz oder sichere Speicherverwaltungsmechanismen im Prozessspeicher abgelegt.

Da diese Werte im Speicher in reiner Textform verbleiben, kann ein Angreifer mit lokalem Zugriff einen Debugger an den laufenden Prozess anhängen und das Lizenzmaterial direkt aus dem Speicher extrahieren.

Dies ermöglicht die Wiederherstellung gültiger Lizenzschlüssel, die dann wiederverwendet werden können, um die Software auf demselben Rechner ohne Lizenzkauf zu aktivieren.

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Betroffenes Produkt

Produkt: Abacre Restaurant Point of Sale (POS)
Anbieter: Abacre Limited
Betroffene Versionen: <= 15.0.0.1656


Schwachstellentyp

Primäre Schwachstelle:

  • CWE-316 – Klartextspeicherung sensibler Informationen im Speicher

Verwandte Schwachstelle:

  • CWE-200 – Offenlegung sensibler Informationen gegenüber einem nicht autorisierten Akteur

Technische Details

Während des Aktivierungsvorgangs führt die POS-Anwendung die folgenden Schritte aus:

  1. Der Benutzer startet den Aktivierungsprozess über die grafische Benutzeroberfläche.
  2. Die Anwendung generiert und verarbeitet gerätespezifische Lizenzparameter.
  3. Der resultierende Lizenzschlüssel und die dazugehörigen Aktivierungswerte werden als Standard-Heap-Allokationen im Prozessspeicher abgelegt.
  4. Diese Werte verbleiben während des Aktivierungsablaufs in Klartextform im Speicher.

Die Anwendung implementiert keine Schutzmaßnahmen wie:

  • Sichere Speicherpuffer
  • Explizite Speicherbereinigung (Zeroization)
  • Verschlüsselung sensibler Werte im Speicher
  • Anti-Debugging- oder Speicherzugriffsschutz

Daher kann der Lizenzschlüssel mit gängigen Reverse-Engineering-Techniken extrahiert werden.


Auslöser der Schwachstelle

Das Problem tritt während des Lizenzaktivierungsversuchs auf, wenn die Anwendung Lizenzmaterial verarbeitet und validiert.

Zu diesem Zeitpunkt werden:

  • Der Lizenzschlüssel
  • Gerätegebundene Aktivierungsdaten
  • Interne Validierungszeichenfolgen

alle vorübergehend im Prozessspeicher ohne Verschleierung oder Schutz gespeichert.


Exploitationsszenario

Ein Angreifer mit lokalem Zugriff auf den Rechner kann die folgenden Schritte ausführen:

  1. Die POS-Anwendung starten.
  2. Den Softwareaktivierungs-Workflow initiieren.
  3. Einen Debugger (z. B. x64dbg, WinDbg usw.) an den laufenden Prozess anhängen.
  4. Den Prozessspeicher untersuchen oder einen Speicherabbild erstellen.
  5. Nach ASCII/Unicode-Zeichenfolgen suchen, die Lizenzschlüsselmustern entsprechen.

Da der Lizenzschlüssel im Klartext im Speicher gespeichert ist, kann er direkt aus dem Prozessspeicher extrahiert werden.

Der extrahierte Schlüssel kann dann wiederverwendet werden, um die Software auf demselben Rechner ohne Lizenzkauf zu aktivieren.


Nachweise

Speicheranalyse

Die folgenden Bilder zeigen Debugger-Ausgaben und Laufzeitspeicher-Inspektionen, bei denen die Lizenzschlüssel während der Aktivierung im Prozessspeicher sichtbar sind.

![Speicheranalyse-Beleg] 505584123-75fd0e26-43e9-41d1-8f74-f1283d0cb241

![Debugger-Speicheransicht] 505584345-4e70e424-41f7-4f58-ac41-8ace4fb64cd8


Aktivierte Software

Die folgenden Bilder zeigen die erfolgreiche Aktivierung mit dem wiederhergestellten Lizenzschlüssel.

![Screenshot der aktivierten Software] 505584570-b009b43f-8990-4633-8a48-455ade75e5d2

![Aktivierungsbestätigung] 505584749-1572b5fe-8442-4001-9428-4f93f16be292

![Aktivierter UI-Zustand] 505584929-b8a1dc4d-d2ad-4c34-92e8-daf1c04d3174


Auswirkungen

Eine erfolgreiche Ausnutzung erlaubt es einem Angreifer:

  • Gültige gerätegebundene Lizenzschlüssel wiederherzustellen
  • Den Softwarelizenzierungsmechanismus des Anbieters zu umgehen
  • Die Anwendung ohne Kauf einer legitimen Lizenz zu aktivieren

Obwohl dieses Problem in erster Linie die Integrität der Softwarelizenzierung betrifft, zeigt es einen unsachgemäßen Umgang mit sensiblen Informationen im Speicher.


Grundursache

Die Schwachstelle wird durch unsichere Handhabung sensibler Lizenzdaten im Speicher verursacht. Im Einzelnen:

  • Sensible Werte werden als Klartextzeichenfolgen gespeichert
  • Der Speicher wird nach der Nutzung nicht gelöscht
  • Es erfolgt keine Verschlüsselung oder Verschleierung im Speicher
  • Dem Prozess fehlen Anti-Debugging-Schutzmaßnahmen

Empfohlene Abhilfemaßnahmen

Um ähnliche Schwachstellen zu vermeiden, sollte der Anbieter:

  • Lizenzgeheimnisse nicht im Klartext im Speicher speichern
  • Sichere Speicherallokationsmechanismen verwenden
  • Verschlüsselung oder Verschleierung im Speicher implementieren
  • Sensible Puffer sofort nach Gebrauch löschen
  • Anti-Debugging-Schutzmaßnahmen implementieren
  • Die sensible Validierungslogik auf ein serverbasiertes Lizenzierungsmodell verlagern

Offenlegungszeitplan

DatumEreignis
2025Schwachstelle entdeckt
2025Anbieter benachrichtigt
2025CVE zugewiesen

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