
CVE-2025-65320 Proof-of-Concept, der die Extraktion von Klartext-Lizenzschlüsseln aus dem Prozessspeicher durch Anhängen eines Debuggers demonstriert und so die Umgehung der Softwareaktivierung bei Abacre Restaurant POS ermöglicht.
Klartextspeicherung sensibler Lizenzmaterialien im Prozessspeicher von Abacre Restaurant Point of Sale (POS)
In Abacre Restaurant Point of Sale (POS) Versionen <= 15.0.0.1656 liegt eine Schwachstelle vor, bei der sensible Lizenzdaten während des Softwareaktivierungs-Workflows im Klartext im Prozessspeicher gespeichert werden.
Während des Lizenzaktivierungsvorgangs generiert und verarbeitet die Anwendung gerätegebundene Lizenzschlüssel, die die Softwareinstallation an einem bestimmten Rechner validieren sollen. Diese Werte werden jedoch ohne angemessenen Schutz oder sichere Speicherverwaltungsmechanismen im Prozessspeicher abgelegt.
Da diese Werte im Speicher in reiner Textform verbleiben, kann ein Angreifer mit lokalem Zugriff einen Debugger an den laufenden Prozess anhängen und das Lizenzmaterial direkt aus dem Speicher extrahieren.
Dies ermöglicht die Wiederherstellung gültiger Lizenzschlüssel, die dann wiederverwendet werden können, um die Software auf demselben Rechner ohne Lizenzkauf zu aktivieren.
Produkt: Abacre Restaurant Point of Sale (POS)
Anbieter: Abacre Limited
Betroffene Versionen: <= 15.0.0.1656
Primäre Schwachstelle:
Verwandte Schwachstelle:
Während des Aktivierungsvorgangs führt die POS-Anwendung die folgenden Schritte aus:
Die Anwendung implementiert keine Schutzmaßnahmen wie:
Daher kann der Lizenzschlüssel mit gängigen Reverse-Engineering-Techniken extrahiert werden.
Das Problem tritt während des Lizenzaktivierungsversuchs auf, wenn die Anwendung Lizenzmaterial verarbeitet und validiert.
Zu diesem Zeitpunkt werden:
alle vorübergehend im Prozessspeicher ohne Verschleierung oder Schutz gespeichert.
Ein Angreifer mit lokalem Zugriff auf den Rechner kann die folgenden Schritte ausführen:
Da der Lizenzschlüssel im Klartext im Speicher gespeichert ist, kann er direkt aus dem Prozessspeicher extrahiert werden.
Der extrahierte Schlüssel kann dann wiederverwendet werden, um die Software auf demselben Rechner ohne Lizenzkauf zu aktivieren.
Die folgenden Bilder zeigen Debugger-Ausgaben und Laufzeitspeicher-Inspektionen, bei denen die Lizenzschlüssel während der Aktivierung im Prozessspeicher sichtbar sind.
![Speicheranalyse-Beleg] 
![Debugger-Speicheransicht] 
Die folgenden Bilder zeigen die erfolgreiche Aktivierung mit dem wiederhergestellten Lizenzschlüssel.
![Screenshot der aktivierten Software] 
![Aktivierungsbestätigung] 
![Aktivierter UI-Zustand] 
Eine erfolgreiche Ausnutzung erlaubt es einem Angreifer:
Obwohl dieses Problem in erster Linie die Integrität der Softwarelizenzierung betrifft, zeigt es einen unsachgemäßen Umgang mit sensiblen Informationen im Speicher.
Die Schwachstelle wird durch unsichere Handhabung sensibler Lizenzdaten im Speicher verursacht. Im Einzelnen:
Um ähnliche Schwachstellen zu vermeiden, sollte der Anbieter:
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 2025 | Schwachstelle entdeckt |
| 2025 | Anbieter benachrichtigt |
| 2025 | CVE zugewiesen |