
Ausnutzen von beliebigem Dateilesen für RCE auf Oracle PeopleSoft
CVE-2023-22047 ist ein nicht authentifizierter Datei-Lesevorgang in Oracle PeopleSoft. Fortgeschrittene Angreifer können diese Schwachstelle jedoch ausnutzen, um Remote-Code-Ausführung (Remote Code Execution, RCE) zu erzielen.
In der PeopleSoft-Anwendung "Portal.war" ermöglicht das "WSRP Consumer ResourceProxy"-Servlet das Lesen von Dateien und das Senden von Anfragen (SSRF) an beliebige Hosts.
Mit dieser Schwachstelle können Angreifer auf dem betroffenen Server problemlos Remote-Code-Ausführung (RCE) erreichen, was darauf hindeutet, dass die tatsächliche Schwere den zugewiesenen CVSS-Score übersteigt.
https://peoplesoft.local:8443/RP?wsrp-url=file:///etc/passwd
https://peoplesoft.local:8443/RP?wsrp-url=file:///c:\\windows\\win.ini
echo target | nuclei -t CVE-2023-22047.yaml

Standardmäßig aktiviert Oracle PeopleSoft die RESTful Management Services auf WebLogic. Durch die Ausnutzung der SSRF-Schwachstelle können Angreifer daher problemlos vollständige HTTP-Antworten abrufen, was es ihnen letztendlich ermöglicht, Remote-Code-Ausführung (RCE) zu erreichen.
Schritt 1: Lesen Sie SerializedSystemIni.dat und credentials des WebLogic-Servers. Entschlüsseln Sie diese, um das Raw-Secret zu erhalten.
Schritt 2: Verwenden Sie RESTAPI Management, um eine Webshell auf WebLogic bereitzustellen.

Ursprünglich habe ich diese Schwachstelle bei ZDI eingereicht, aber leider waren sie an diesem Produkt nicht interessiert 🥲. Nach langer Zeit habe ich sie direkt an Oracle gemeldet, aber sie wurde als Duplikat von CVE-2023-22047 eingestuft.
Trotz seines CVSS-Scores von nur 7.5 ist diese Schwachstelle äußerst kritisch, da Angreifer sie ausnutzen können, um eine nicht authentifizierte Remote-Code-Ausführung (RCE) zu erreichen.