CVE-2024-21413 – Analyse der Moniker-Link-Schwachstelle
Dieses Repository enthält eine technische Analyse von CVE-2024-21413, einer Sicherheitslücke
im Umgang mit Moniker Links in Microsoft Outlook, die es Angreifern ermöglicht,
die Geschützte Ansicht (Protected View) zu umgehen und durch Benutzerinteraktion
NTLMv2-Zugangsdaten preiszugeben.
Das Labor wurde auf TryHackMe durchgeführt, und diese Analyse konzentriert sich darauf,
den Angriffsablauf, die Auswirkungen und die gewonnenen Sicherheitserkenntnisse zu erläutern.
🎯 Lernziele
- Verstehen, wie die Moniker-Link-Schwachstelle funktioniert
- Analysieren, wie die Geschützte Ansicht (Protected View) von Microsoft Outlook umgangen werden kann
- Erfassen von NTLMv2-Hashes durch den Versand bösartiger Links
- Reale Sicherheitsauswirkungen und Gegenmaßnahmen identifizieren
🧠 Überblick über die Schwachstelle
- CVE: CVE-2024-21413
- Betroffene Anwendung: Microsoft Outlook
- Schwachstellentyp: Unsachgemäße Verarbeitung von Moniker Links
- Angriffsvektor: Bösartige E-Mail mit einem präparierten Link
- Auswirkung: Offenlegung von NTLMv2-Zugangsdaten (potenzielle Angriffsverkettung)
- Erforderliche Benutzerinteraktion: Ja (Klicken auf den Link)
Diese Schwachstelle missbraucht die Art und Weise, wie Outlook Moniker Links verarbeitet,
und ermöglicht den Zugriff auf eine vom Angreifer kontrollierte Remote-Ressource
ohne entsprechende Sicherheitsprüfungen.
🧪 Laborumgebung
- Plattform: TryHackMe
- Opfer: Windows-Rechner mit Microsoft Outlook
- Angreifer: Linux-Rechner
- Verwendete Tools:
- Python
- SMTP
- Responder (SMB-Listener)
⚙️ Exploitation-Prozess
Der Angriff beginnt mit dem Versand einer bösartigen E-Mail, die einen präparierten
Moniker Link enthält. Beim Öffnen in Outlook wirkt die E-Mail legitim und löst
keine Warnungen der Geschützten Ansicht (Protected View) aus.

Sobald das Opfer auf den Link klickt, versucht Outlook, auf eine vom Angreifer
kontrollierte Remote-Ressource zuzugreifen. Während dieses Vorgangs sendet der Rechner
des Opfers automatisch NTLMv2-Authentifizierungsdaten über SMB.

🧾 Exploit-Referenz
Der beim Labor verwendete E-Mail-Zustellungs-Exploit basiert auf folgendem
öffentlichen Proof of Concept:
(Der Exploit-Code selbst wurde nicht verändert und wird daher hier nicht vollständig reproduziert.)
🚨 Sicherheitsauswirkungen
Obwohl der Exploitation-Prozess einfach ist, sind die Auswirkungen erheblich.
Ein Angreifer kann:
- NTLMv2-Zugangsdaten erfassen
- Offline-Passwortangriffe durchführen
- Den Angriff mit NTLM-Relay-Techniken verketten
- Potenziell zu einer umfassenderen Systemkompromittierung eskalieren
Diese Schwachstelle zeigt, wie eine einzige Benutzerinteraktion zur Offenlegung
von Zugangsdaten und zu weiteren Angriffsmöglichkeiten führen kann.
🛡️ Gegenmaßnahmen & Erkennung
- Microsoft-Sicherheitsupdates einspielen, die CVE-2024-21413 beheben
- Die NTLM-Authentifizierung nach Möglichkeit einschränken oder deaktivieren
- Ausgehende SMB-Verbindungen zu nicht vertrauenswürdigen Hosts überwachen
- Das Sicherheitsbewusstsein der Benutzer in Bezug auf verdächtige E-Mails und Links schärfen
📌 Erkenntnisse
- Nicht alle wirksamen Angriffe beruhen auf komplexen Exploits
- Benutzerinteraktion bleibt ein kritischer Angriffsvektor
- Verteidigungsmechanismen können umgangen werden, wenn sie nicht ordnungsgemäß durchgesetzt werden
- Sicherheitsbewusstsein ist ebenso wichtig wie technische Kontrollen
📚 Referenzen