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CVE-2026-31431_je_sappelle_RoOt

CVE-2026-31431 – Leitfaden zur Behebung und Schutzmaßnahmen

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16vor 4 MonatenNoch nicht geprüft

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CVE-2026-31431 - Copy Fail - Je s'appelle ROOT !#

CVE Type Platform Status

📌 Zweck des Repository

Dieses Repository dokumentiert die Schwachstelle CVE-2026-31431, auch bekannt als Copy Fail, und bietet ein Verfahren zur defensiven Remediation für potenziell betroffene Linux-Systeme.

⚠️ Dieses Repository ist strikt auf Verteidigung, autorisierte Audits, Härtung und Remediation ausgerichtet.
Es enthält kein Exploit-Verfahren und darf nicht verwendet werden, um Systeme Dritter zu kompromittieren.


1. Zusammenfassung

CVE-2026-31431 / Copy Fail ist eine Schwachstelle zur lokalen Privilegienerweiterung im Linux-Kernel.

Sie betrifft das kryptografische Subsystem des Kernels, genauer gesagt die Benutzerschnittstelle AF_ALG und das Modul algif_aead. Die Schwachstelle hängt mit einer 2017 eingeführten Optimierung im AEAD-Pfad des Linux-Kernels zusammen. Unter bestimmten Bedingungen kann ein lokaler, nicht privilegierter Benutzer einen kontrollierten Schreibzugriff in den einer lesbaren Datei auslösen, insbesondere eines setuid-Binärprogramms, was zu einer Privilegienerweiterung auf führen kann.

Page Cache
root

Die Schwachstelle wird als High mit einem CVSS-v3.1-Score von 7.8 eingestuft.


2. CVE-Informationen

ElementDetail
CVECVE-2026-31431
Öffentlicher NameCopy Fail
TypLocal Privilege Escalation, LPE
KomponenteLinux kernel crypto subsystem
Betroffenes Modulalgif_aead
SchnittstelleAF_ALG
Beteiligter MechanismusAEAD, authencesn, splice(), page cache
CVSS-Score v3.17.8 High
Erforderliche PrivilegienLokales, nicht privilegiertes Konto
BenutzerinteraktionKeine
AuswirkungHohe Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit

3. Betroffene Systeme

Öffentliche Quellen weisen darauf hin, dass Linux-Distributionen mit einem Kernel, der seit der Optimierung von 2017 von einem verwundbaren Zweig abgeleitet ist, betroffen sein können.

Beispiele für Plattformen, die in öffentlichen Veröffentlichungen genannt werden:

DistributionBeispiel einer öffentlich getesteten Kernel-Version
Ubuntu 24.04 LTS6.17.0-1007-aws
Amazon Linux 20236.18.8-9.213.amzn2023
RHEL 10.16.12.0-124.45.1.el10_1
SUSE 166.12.0-160000.9-default
DebianJe nach Kernel-Version und Sicherheitsstatus
AlmaLinux / Rocky Linux / Oracle LinuxJe nach Kernel-Version und Hersteller-Backports

Der genaue Status hängt von der Kernel-Version, dem Anbieter, den Sicherheits-Backports und bereits angewendeten Patches ab.


4. Warum diese Schwachstelle kritisch ist

Diese Schwachstelle ist besonders gefährlich in Umgebungen, in denen nicht vertrauenswürdige Benutzer oder Workloads Zugriff auf eine lokale Shell oder eine gemeinsame Ausführungsumgebung haben.

Umgebungen mit Priorität:

  • Multi-User-Server;
  • SSH-Server mit mehreren Konten;
  • Schulungs- und Übungsplattformen;
  • CI/CD-Runner;
  • Build-Server;
  • Kubernetes-Cluster;
  • Container-Hosts;
  • Shared-Hosting-Plattformen;
  • Multi-Tenant-Cloud-Umgebungen.

Hauptrisiko:

  • lokale Erweiterung auf root;
  • Kompromittierung des Hosts;
  • teilweise Umgehung von Festplatten-Integritätskontrollen, da die Änderung über den Page Cache im Speicher verbleiben kann;
  • potenzielle Auswirkungen auf Container, die denselben Host-Kernel teilen.

5. Schnellprüfung

5.1 Kernel-Version ermitteln

root@kitploit:~
uname -a
uname -r

5.2 Prüfen, ob das Modul algif_aead geladen ist

root@kitploit:~
lsmod | grep algif_aead || true

5.3 Prüfen, ob AF_ALG-Sockets verwendet werden

root@kitploit:~
sudo lsof -nP | grep AF_ALG || true

5.4 Installierte Kernel-Pakete ermitteln

Debian / Ubuntu

root@kitploit:~
dpkg -l | grep -E '^ii\\s+linux-image|^ii\\s+linux-modules'

RHEL / Rocky / AlmaLinux / Fedora

root@kitploit:~
rpm -qa | grep -E '^kernel|^kernel-core'

SUSE

root@kitploit:~
rpm -qa | grep -E '^kernel'

6. Empfohlene Remediation

Prioritäre Option: Anwenden des Kernel-Patches des Anbieters Die korrekte Remediation besteht darin, einen gepatchten Kernel der Distribution zu installieren und anschließend mit diesem Kernel neu zu starten.

Debian / Ubuntu

root@kitploit:~
sudo apt update
sudo apt full-upgrade -y
sudo reboot

RHEL / Rocky / AlmaLinux / Oracle Linux

root@kitploit:~
sudo dnf update -y kernel kernel-core kernel-modules
sudo reboot

SUSE

root@kitploit:~
sudo zypper refresh
sudo zypper patch
sudo reboot
# Nach dem Neustart:
uname -r
  • Anschließend den Status im Sicherheits-Tracker der Distribution überprüfen.

7. Temporäre Mitigation

Wenn noch kein gepatchter Kernel verfügbar ist oder ein sofortiger Neustart nicht möglich ist, eine temporäre Mitigation anwenden.

7.1 Laden von algif_aead deaktivieren

root@kitploit:~
echo "install algif_aead /bin/false" | sudo tee /etc/modprobe.d/disable-algif-aead.conf

7.2 Modul entladen, falls bereits geladen

root@kitploit:~
sudo modprobe -r algif_aead 2>/dev/null || true
sudo rmmod algif_aead 2>/dev/null || true

7.3 Initramfs bei Bedarf aktualisieren

Debian / Ubuntu

root@kitploit:~
sudo update-initramfs -u

RHEL / Rocky / AlmaLinux / Oracle Linux

root@kitploit:~
sudo dracut -f

SUSE

root@kitploit:~
sudo mkinitrd

7.4 Neustart

root@kitploit:~
sudo reboot

7.5 Prüfen, dass das Modul nicht mehr geladen werden kann

root@kitploit:~
sudo modprobe algif_aead
echo $?
  • Erwartetes Ergebnis: Das Laden muss fehlschlagen.

8. Sonderfall: Modul fest in den Kernel kompiliert

Bei einigen Kerneln kann das Modul direkt in den Kernel kompiliert sein und nicht als Modul geladen/entladen werden.

  • Hinweisende Prüfung:
root@kitploit:~
grep CONFIG_CRYPTO_USER_API_AEAD /boot/config-$(uname -r)
  • Mögliche Ergebnisse:
root@kitploit:~
CONFIG_CRYPTO_USER_API_AEAD=m

Die Komponente ist ein Modul. Die Mitigation über /etc/modprobe.d/ ist anwendbar.

root@kitploit:~
CONFIG_CRYPTO_USER_API_AEAD=y

Die Komponente ist fest im Kernel integriert. Die Mitigation über modprobe.d reicht nicht aus.

In diesem Fall bevorzugt verwenden:

  • einen gepatchten Kernel;
  • eine Livepatch-Lösung des Anbieters, falls verfügbar;
  • eine vom Anbieter dokumentierte Boot-Option.

Einige Quellen erwähnen die folgende Kernel-Option als möglichen Workaround:

root@kitploit:~
initcall_blacklist=algif_aead_init

Vor einer Ausweitung unbedingt außerhalb der Produktion testen. Diese Option kann je nach Kernel, Distribution und Boot-Konfiguration variieren.

9. Härtung containerisierter Umgebungen

Für Docker, Podman, Kubernetes und CI/CD muss die Möglichkeit für nicht vertrauenswürdige Workloads, AF_ALG-Sockets zu öffnen, reduziert werden.

Empfohlene Maßnahmen:

  • Kernel-Patch auf den Host-Knoten anwenden;
  • AF_ALG nach Möglichkeit über seccomp blockieren oder einschränken;
  • Privilegierte Workloads vermeiden;
  • Container mit privileged: true außer bei absoluter Notwendigkeit verbieten;
  • AppArmor, SELinux oder Äquivalentes aktivieren;
  • CI/CD-Runner, die nicht vertrauenswürdigen Code ausführen, isolieren;
  • Dedizierte Knoten für sensible Workloads bevorzugen.

10. Erkennung und Überwachung

10.1 Nutzung von AF_ALG suchen

root@kitploit:~
sudo lsof -nP | grep AF_ALG || true

10.2 Geladenes Modul suchen

root@kitploit:~
lsmod | grep algif_aead || true

10.3 Kritische setuid-Binärdateien überwachen

root@kitploit:~
find / -perm -4000 -type f 2>/dev/null

10.4 Verdächtige Zugriffe auf /usr/bin/su überwachen

root@kitploit:~
sudo ausearch -f /usr/bin/su 2>/dev/null || true

10.5 Beispiel einer auditd-Regel

root@kitploit:~
sudo auditctl -w /usr/bin/su -p x -k su_exec_monitoring
  • Anschließend prüfen:
root@kitploit:~
sudo ausearch -k su_exec_monitoring

11. Incident-Response-Plan

Wenn eine Ausnutzung vermutet wird:

  • Maschine vom Netzwerk isolieren;
  • Protokolle sichern;
  • Neustart durchführen, um den Page Cache zu leeren;
  • Systemintegrität prüfen;
  • Lokale Konten kontrollieren;
  • Nach kürzlich hinzugefügten SSH-Schlüsseln suchen;
  • Cron- und systemd-Aufgaben prüfen;
  • Passwörter und Secrets rotieren;
  • Gepatchten Kernel anwenden;
  • Neustart und Validierung der aktiven Version;
  • Maschine erst nach Kontrolle wieder integrieren.

Nützliche Befehle:

root@kitploit:~
last -a
lastlog
getent passwd
sudo find /etc/cron* -type f -ls 2>/dev/null
sudo find /root /home -name authorized_keys -type f -ls 2>/dev/null
sudo journalctl --since "48 hours ago"

12. Remediation-Checkliste

  • Betroffene Linux-Maschinen inventarisieren.
  • Kernel-Versionen ermitteln.
  • Sicherheitsbulletins des Anbieters prüfen.
  • Multi-User-Server, CI/CD, Kubernetes und Container priorisieren.
  • Kernel-Patch des Anbieters anwenden.
  • Mit dem gepatchten Kernel neu starten.
  • Temporäre Mitigation anwenden, falls der Patch noch nicht verfügbar ist.
  • AF_ALG in containerisierten Umgebungen blockieren oder einschränken.
  • Zugriffe auf setuid-Binärdateien überwachen.
  • Spuren von Privilegienerweiterung kontrollieren.
  • Durchgeführte Maßnahmen dokumentieren.

13. Beispiel eines defensiven Mitigationsskripts

root@kitploit:~
#!/usr/bin/env bash
set -euo pipefail

echo "[+] CVE-2026-31431 - temporäre Mitigation algif_aead"

if [[ $EUID -ne 0 ]]; then
  echo "[-] Dieses Skript muss als root ausgeführt werden."
  exit 1
fi

echo "[+] Aktive Kernel-Version : $(uname -r)"

echo "[+] Dauerhafte Deaktivierung des Ladens von algif_aead"
echo "install algif_aead /bin/false" > /etc/modprobe.d/disable-algif-aead.conf

echo "[+] Versuch, das Modul zu entladen"
modprobe -r algif_aead 2>/dev/null || true
rmmod algif_aead 2>/dev/null || true

if command -v update-initramfs >/dev/null 2>&1; then
  echo "[+] Initramfs-Update Debian/Ubuntu"
  update-initramfs -u
elif command -v dracut >/dev/null 2>&1; then
  echo "[+] Initramfs-Update über dracut"
  dracut -f
elif command -v mkinitrd >/dev/null 2>&1; then
  echo "[+] Initramfs-Update über mkinitrd"
  mkinitrd
else
  echo "[!] Kein bekanntes Initramfs-Tool erkannt. Manuell prüfen."
fi

echo "[+] Überprüfung"
lsmod | grep algif_aead && echo "[!] Modul noch geladen" || echo "[OK] Modul nicht geladen"

echo "[+] Neustart empfohlen."

14. Grenzen der Mitigation

  • Die Mitigation durch Deaktivierung des Moduls algif_aead ist ein temporärer Workaround.

Sie ersetzt nicht:

  • die Installation eines gepatchten Kernels;

  • den Neustart mit dem gepatchten Kernel;

  • die Validierung des Anbieterstatus;

  • die Post-Incident-Analyse, wenn eine Kompromittierung vermutet wird.

  • Sie kann auch bestimmte Software beeinträchtigen, die explizit für die Nutzung der kryptografischen AF_ALG-Schnittstelle konfiguriert ist.

15. Referenzen

Theori / Xint Code — Copy Fail Technical Write-up https://xint.io/blog/copy-fail-linux-distributions GitHub-Repository Theori PoC https://github.com/theori-io/copy-fail-CVE-2026-31431 NVD — CVE-2026-31431 https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-31431 CERT-EU — Security Advisory 2026-005 https://cert.europa.eu/publications/security-advisories/2026-005/ Ubuntu Security — CVE-2026-31431 https://ubuntu.com/security/CVE-2026-31431 Debian Security Tracker — CVE-2026-31431 https://security-tracker.debian.org/tracker/CVE-2026-31431 SUSE CVE Tracker — CVE-2026-31431 https://www.suse.com/security/cve/CVE-2026-31431.html Tenable FAQ — Copy Fail https://www.tenable.com/blog/copy-fail-cve-2026-31431-frequently-asked-questions-about-linux-kernel-privilege-escalation

16. Rechtlicher Hinweis

Dieses Repository dient ausschließlich folgenden Zwecken:

  • pädagogischen;
  • defensiven;
  • autorisierten Audits;
  • Remediation;
  • Systemhärtung.

Jede nicht autorisierte offensive Nutzung ist illegal und widerspricht dem Zweck dieses Repository.

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