
Technische Analyse und Proof-of-Concept für CVE-2024-6387, eine Race Condition in der OpenSSH-Signalverarbeitung, die eine nicht authentifizierte Remote-Codeausführung als root auf glibc-basierten Linux-Systemen ermöglicht.
CVE-2024-6387 ist eine kritische Schwachstelle im OpenSSH-Server (sshd), die es einem Angreifer potenziell ermöglicht, eine nicht authentifizierte Remote-Code-Ausführung (RCE) als root zu erreichen. Die Schwachstelle entsteht durch eine Race Condition im Signalverarbeitungsprozess innerhalb von sshd.
Diese Schwachstelle wurde von Qualys entdeckt, die feststellten, dass eine erfolgreiche Ausnutzung auf 32-Bit-Linux/glibc-Systemen mit aktivierter Address Space Layout Randomization (ASLR) nachgewiesen wurde. Unter kontrollierten Bedingungen erforderte der Angriff durchschnittlich 6–8 Stunden kontinuierlicher Verbindungen, maximal so viele, wie der Server zulässt. Die Ausnutzung auf 64-Bit-Systemen wird für möglich gehalten, wurde aber noch nicht nachgewiesen. Es besteht die Möglichkeit, dass zukünftige Verbesserungen des Angriffs dies auf diesen Systemen machbarer machen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Windows zwar in der Regel SSH ausführt, die meisten Desktop-Versionen jedoch nicht so dem Internet ausgesetzt sein sollten, dass sie angreifbar sind. Serverversionen, die eingehende Anfragen akzeptieren, könnten jedoch gefährdet sein. Microsoft verwaltet SSH-Updates über regelmäßige Windows-Updates, die derzeit hinter den neuesten OpenSSH-Versionen zurückbleiben. Beispielsweise können Windows-Systeme mit allen installierten Updates die Version ausführen.
OpenSSH_for_Windows_8.1p1Anfällige Versionen:
4.4p1 sind anfällig für diese Race Condition, sofern sie nicht für CVE-2006-5051 und CVE-2008-4109 gepatcht wurden.8.5p1 bis einschließlich, aber nicht inbegriffen 9.8p1 sind anfällig, da eine kritische Komponente in einer Funktion versehentlich entfernt wurde.Nicht anfällig:
4.4p1 bis einschließlich, aber nicht inbegriffen 8.5p1 sind aufgrund eines transformativen Patches für CVE-2006-5051 nicht anfällig.Zum Schutz vor CVE-2024-6387 sollten Organisationen die folgenden Gegenmaßnahmen umsetzen:
Patch-Management:
Verbesserte Zugriffskontrolle:
Netzwerksegmentierung und Erkennung von Eindringlingen:
Für Organisationen, die OpenSSH unter Windows verwenden, kann die SSH-Verwaltung mithilfe von Gruppenrichtlinienobjekten (GPOs) konfiguriert werden, wie in der Microsoft-Dokumentation beschrieben.
Kritische Erkenntnis