SecureOps Lab - Live-Cybersicherheitsbewertung
Übersicht
Es wurde eine Live-Cybersicherheitsbewertung auf einem Linux-Server einer Universität durchgeführt. Während der Analyse wurden aktive Angriffsaktivitäten identifiziert, darunter Brute-Force-Authentifizierungsversuche und Exploit-Versuche gegen Log4Shell (CVE-2021-44228).
„Koordinierte IPs“ bezieht sich auf mehrere bösartige IP-Adressen, die aus demselben Subnetz stammen, was auf die Nutzung gemeinsamer Angriffsinfrastruktur oder automatisierter Angriffswerkzeuge hindeutet, die das System gleichzeitig angreifen.
Bedrohungsanalyse & Erkenntnisse
Brute-Force-Angriff
- 144 fehlgeschlagene SSH-Anmeldeversuche von einer einzelnen externen IP erkannt
- Die Musteranalyse zeigte schnelle Authentifizierungsversuche, die auf automatisiertes Credential Stuffing hindeuten
Log4Shell-Exploit-Versuche
- Bösartige Payloads in Protokollen identifiziert, die mit Exploit-Versuchen für CVE-2021-44228 übereinstimmen
- Die Quell-IP unterschied sich vom Brute-Force-Angreifer, stammte jedoch aus demselben Subnetz, was auf koordinierte Aktivität hindeutet
Nmap
Verwendet für aktive Aufklärung und Aufzählung der Angriffsfläche:
- Offene Ports und exponierte Dienste identifiziert
- SSH-Dienstkonfiguration und potenzielle Einstiegspunkte erkannt
- Extern erreichbare Dienste hinsichtlich Risikoexposition bewertet
Lynis
Führte hostbasierte Sicherheitsprüfung durch:
- Systemhärtungswert generiert (anfänglich: 62)
- Fehlkonfigurationen bei Authentifizierung, Protokollierung und Dienstberechtigungen identifiziert
- Compliance-Lücken und Privilegienrisiken hervorgehoben
Benutzerdefinierte Bash-Skripte
Entwickelte Skripte zur Automatisierung der Sicherheitsüberwachung:
journald-Protokolle auf fehlgeschlagene Authentifizierungsversuche geparst
- Angriffsmuster und verdächtige IP-Aktivitäten erkannt
- SOC-artige Alarmberichte für die Vorfalltransparenz erstellt
Risikobewertung (GRC-Ansatz)
Insgesamt wurden 12 Sicherheitsbefunde dokumentiert und kategorisiert:
- Hohes Risiko:
- SSH-Root-Login aktiviert
- Unbegrenzte Authentifizierungsversuche
- Mittleres Risiko:
- Schwache Berechtigungsstrukturen für Konten
- Unzureichende Protokollierung und Überwachungstransparenz
- Geringes Risiko:
- Geringfügige Konfigurationsineffizienzen
Risikomethodik
- Schweregrad bewertet anhand:
- CVE-Referenzen (z. B. CVE-2021-44228)
- CVSS-Bewertungsstandards
- Analyse von Wahrscheinlichkeit vs. Auswirkung
Behebungs- & Härtungsmaßnahmen
SSH-Härtung
- Root-Login deaktiviert (
PermitRootLogin no)
- Authentifizierungsversuche begrenzt (
MaxAuthTries 3)
- Angriffsfläche für Brute-Force reduziert
Identitäts- & Zugriffsverwaltung (IAM)
- Alle Benutzerkonten geprüft
- Überflüssige oder inaktive Konten entfernt
- Zugriffskontrollen nach dem Prinzip der geringsten Privilegien durchgesetzt
Verbesserungen der Systemüberwachung
- Verbesserte Protokolltransparenz durch journald-Analyse
- Automatisierte Alarmierung per Bash-Skripten implementiert
Ergebnisse
- 12 Sicherheitsrisiken identifiziert und dokumentiert
- Systemhärtungswert von 62 → 64 verbessert
- Angriffsfläche reduziert und aktive Bedrohungen entschärft
- Wiederholbare Sicherheitsüberwachungsworkflows etabliert
Repository-Inhalte
- threat_detection.sh → Erkennt Brute-Force- und verdächtige Anmeldeversuche
- iam_audit.sh → Prüft Benutzerberechtigungen und Zugriffskontrollen
- secureops_master_audit.sh → Vollständige Systemaudit-Automatisierung
- Vollständiger Auditbericht (.txt) → Detaillierte Befunde und Behebungsschritte
Autor
Jordan Dormann
CompTIA Security+