
Dahua CVE-2026-29116
Hinweisart: Hersteller-koordinierte Sicherheitsveröffentlichung
CVE-ID: CVE-2026-29116
Anbieter: Dahua Technology
Veröffentlicht: 2026-06-10T06:16:34 UTC
Zuletzt geändert: 2026-06-10T06:16:34 UTC
Quelle: Dahua Product Security Incident (PSI) Trust Center
Eine hochkritische, nicht authentifizierte Remote-Denial-of-Service-Schwachstelle wurde in mehreren Sicherheits- und Überwachungsproduktlinien von Dahua identifiziert. Ein Angreifer im Netzwerk – einschließlich des öffentlichen Internets, wenn Geräte freigegeben sind – kann ein speziell präpariertes Netzwerkpaket an ein verwundbares Gerät senden. Die Verarbeitung dieses Pakets löst eine unbehandelte Ausnahme (konsistent mit einem erreichbaren Assertion- oder Fatal-Error-Pfad) aus, was zu einem unerwarteten Neustart des Geräts führt.
Da keine Anmeldeinformationen erforderlich sind und die Angriffskomplexität gering ist, ist diese Schwachstelle einfach in großem Umfang auszubeuten. Wiederholte Ausbeutung kann zu anhaltenden Ausfällen von Kameras, Rekordern, Intercom-Endpunkten und zugehöriger Infrastruktur führen. Während der Fehler nicht direkt die Vertraulichkeit oder Integrität gespeicherter Daten gefährdet, wird die Verfügbarkeitsauswirkung als Hoch bewertet, was zu einem CVSS 4.0-Basisscore von 8,7 (HOCH) führt.
Organisationen, die Dahua IPC-, SD-, NVR-, XVR-, EVS-, VTO-, VTH-, ASI- oder TPC-Hardware mit Firmware-Builds vor dem 26. März 2026 betreiben, sollten das Patchen oder die Netzwerksegmentierung als Priorität behandeln.
Hinweis zur Meldungskennzeichnung: Einige Drittanbieter-Indizes listen diese CVE unter einem „Cross-Site Scripting“-Titel. Die offizielle Beschreibung, der CVSS-Vektor (
VA:Hohne Auswirkungen auf Vertraulichkeit oder Integrität) und die CWE-617-Klassifizierung sind konsistent mit einem nicht authentifizierten, netzwerkausgelösten Absturz/Neustart (DoS), nicht mit einem browserbasierten XSS-Zustand. Dieses Dokument folgt der Herstellerbeschreibung und den Bewertungsdaten.
Dahua hat eine Sicherheitslücke in einer Teilmenge von Produkten seines Überwachungs- und Zugangsportfolios gemeldet. Der Fehler liegt in netzwerkseitiger Software, die eingehenden Datenverkehr verarbeitet, ohne fehlerhafte oder schädliche Eingaben angemessen zu validieren oder sicher zu handhaben.
Beobachtetes Verhalten:
Was diese Schwachstelle nicht ist (gemäß CVSS-Metriken):
UI:N).PR:N).VC:N, VI:N).SC:N, SI:N, SA:N).Das Hauptrisiko ist der Verlust der Verfügbarkeit – Kameras streamen nicht mehr, Rekorder zeichnen nicht auf, Intercoms werden offline, und automatisierte Arbeitsabläufe, die auf diesen Geräten basieren, schlagen fehl.
Öffentlicher Herstellertext gibt die genaue Funktion oder den Protokollendpunkt nicht preis. Basierend auf der veröffentlichten CWE und dem Verhalten sind die wahrscheinlichsten Kategorien der Grundursache:
| Kategorie | Erklärung |
|---|---|
| Erreichbare Assertion | Eine Debug- oder Integritäts-assert() (oder Äquivalent) bleibt in der Produktions-Firmware aktiviert und kann durch fehlerhafte Eingaben ausgelöst werden. |
Jede der oben genannten kann zu einem vollständigen Geräteneustart eskalieren, wenn der Fehler in einem kritischen Daemon, dem Hauptanwendungs-Supervisor oder einer kernelnahen Komponente ohne ordnungsgemäße Wiederherstellung auftritt.
Da der Angriffsvektor Netzwerk ist und keine Berechtigungen erforderlich sind, kann jeder erreichbare Dienst, der vom Angreifer bereitgestellte Netzwerkeingaben auf betroffener Firmware parst, betroffen sein. In Dahua-Bereitstellungen umfasst dies typischerweise – aber nicht ausschließlich:
Wichtig: Die Herstellermeldung nennt keinen einzelnen Port oder URI. Verteidiger sollten davon ausgehen, dass jeder exponierte Netzwerk-Listener auf verwundbarer Firmware relevant sein könnte, bis ein Patch installiert ist.
Aus Betreibersicht sehen beide Ergebnisse wie "die Kamera ist offline" aus, unterscheiden sich jedoch betrieblich:
| Ergebnis | Für den Betreiber sichtbarer Effekt | Protokollierung |
|---|---|---|
| Prozessneustart | Kurze Stream-Unterbrechung; Gerät bleibt teilweise aktiv | Anwendungs-Crash-Protokolle |
| Vollständiger Systemneustart | Vollständiges Offline-Fenster; aktive Sitzungen werden beendet | Boot-Sequenz, Watchdog, Kernel-Panic-Ablaufverfolgung |
Die Herstellerbeschreibung zitiert explizit unerwarteten Systemneustart, was auf ein geräteweites Verfügbarkeitsereignis hindeutet und nicht auf das Recycling eines einzelnen nicht kritischen Daemons.
Ein einmaliger Neustart ist störend. Ein wiederholbarer Remote-Trigger ist schlimmer:
| # | Hersteller | Produktfamilien | Version / Build-Anleitung |
|---|---|---|---|
| 1 | Dahua | IPC / SD / NVR / XVR / EVS / VTO / VTH / ASI / TPC | Betroffen: Firmware-Builds vor dem 26. März 2026 (beschränkt auf bestimmte Modelle innerhalb jeder Familie) |
Gesamtzahlen: 1 betroffener Hersteller · 1 betroffene Produktgruppe (mehrere Familien)
Dahua gibt an, dass nur bestimmte Modelle innerhalb der aufgeführten Familien betroffen sind. Die Meldung ist keine universelle "alle Dahua-Geräte"-Behauptung. Betreiber müssen Folgendes abgleichen:
| Bewertung | Version | Schweregrad | Vektor |
|---|---|---|---|
| 8,7 | 4.0 | HOCH | CVSS:4.0/AV:N/AC:L/AT:N/PR:N/UI:N/VC:N/VI:N/VA:H/SC:N/SI:N/SA:N |
Ein Score von 8,7 in CVSS 4.0 platziert dieses Problem im HOHEN Band. Der Score wird fast vollständig durch die nicht authentifizierte Remote-Verfügbarkeitskompromittierung mit niedriger Komplexität getrieben. Verteidiger sollten das Risiko nicht allein deshalb herabstufen, weil Vertraulichkeit und Integrität None sind – für physische Sicherheitssysteme ist Verfügbarkeit oft die geschäftskritische Eigenschaft.
Visuelle Zusammenfassung der veröffentlichten CVSS 4.0-Selektorpositionen:
Attack Vector: [Network] Adjacent Local Physical Attack Complexity: [Low] High Attack Requirements: [None] Present Privileges Required: [None] Low High User Interaction: [None] Passive Active
### Auswirkung auf das verwundbare System```
Vuln Confidentiality: [None] Low High
Vuln Integrity: [None] Low High
Vuln Availability: [High] Low None
Subseq Confidentiality: [None] Low High Subseq Integrity: [None] Low High Subseq Availability: [None] Low High
---
## CWE-Klassifizierung
| # | CWE ID | Name | Relevanz |
|---|---|---|---|
| 1 | **CWE-617** | [Reachable Assertion](https://cwe.mitre.org/data/definitions/617.html) | Produktionscode setzt eine Assertion oder fatale Prüfung aus, die durch nicht vertrauenswürdige Eingaben erreichbar ist und den Prozess oder das System beendet |
### Warum CWE-617 zutrifft
CWE-617 beschreibt Situationen, in denen Entwickler sich auf Assertions für Bedingungen verlassen, die **externe Angreifer erzwingen können**. Im Gegensatz zu einer eleganten Fehlerbehandlung (Rückgabecodes, bereinigte Antworten) endet eine erreichbare Assertion oft in einem **abrupten Abbruch** – was mit dem vom Hersteller beschriebenen **Absturz- oder Neustartverhalten** übereinstimmt.
---
## Angriffsvoraussetzungen
| Voraussetzung | Erforderlich? | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Gültige Geräteanmeldeinformationen | **Nein** | Nicht authentifizierter Angriff |
| Benutzerinteraktion des Opfers | **Nein** | Vollständig entfernter Netzwerkauslöser |
| Vorherige Kompromittierung eines anderen Systems | **Nein** | Eigenständige Ausnutzung |
| Netzwerkerreichbarkeit zum Gerät | **Ja** | Angriffsvektor ist Netzwerk |
| Kenntnis des Gerätemodells | Hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich | Maßgeschneidertes Paket kann familienabhängig sein |
| Internet-Exposition | Nicht erforderlich, erhöht jedoch das Risiko | WAN-Portweiterleitung und Cloud-Relay-Exposition sind in der Praxis üblich |
**Entfernt ausnutzbar:** **Ja**
---
## Ausnutzungsszenarien
### Szenario 1 — Internet-exponierte Kamera
Eine feste IPC ist für die Fernansicht per Portweiterleitung zugänglich. Ein Angreifer scannt den Host, sendet das maßgeschneiderte Paket an einen offenen Dienstport und erzwingt einen Neustart. Die Kamera fällt während eines aktiven Sicherheitsvorfalls offline, wodurch eine Aufzeichnungslücke entsteht.
### Szenario 2 — Flaches CCTV-VLAN
Ein Angreifer verschafft sich Zugang zu einem Unternehmens-Laptop (Phishing, Gerät eines Auftragnehmers usw.) und greift jeden Dahua-Host im Überwachungs-VLAN an. Aufeinanderfolgende Auslöser erzeugen ein standortweites „Alle Kameras offline“-Ereignis, ohne jemals eine Authentifizierung gegenüber der VMS-Software durchzuführen.
### Szenario 3 — Gegensprechanlagen-Störung (VTO/VTH)
Ein Einzelhandelsgeschäft verwendet Dahua-Türstationen. Ein Angreifer in der Nähe des Netzwerks (oder über ein exponiertes WAN) startet die Außenstation während der Hauptgeschäftszeiten wiederholt neu. Die Zugangskontrolle und die Fernfreigabe der Tür schlagen fehl, was zu einer Betriebseinstellung oder manuellen Umgehungsverfahren führt.
### Szenario 4 — Verkettete physische Sicherheitsverschlechterung
Ein Neustart des NVR während eines aktiven Einbruchs verzögert die Alarmüberprüfung und das PTZ-Tracking. Obwohl es sich laut CVSS nicht um eine direkte „Integritäts“-CVE handelt, kann das **physische Sicherheitsergebnis** schwerwiegend sein.
### Szenario 5 — Anhaltende Belästigung / Dienstverschlechterung
Automatisiertes wiederholtes Auslösen des Triggers alle N Minuten verhindert eine stabile Betriebszeit, selbst wenn sich das Gerät jedes Mal schnell erholt – ein **aufwandsarmer, störungsintensiver** Angriff, der sich für Botnetz-Maßstab-Missbrauch gegen bekannte Firmware-Fingerabdrücke eignet.
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## Auswirkungsbewertung
### Technische Auswirkungen
| Bereich | Bewertung | Details |
|---|---|---|
| Vertraulichkeit | Keine (direkt) | Keine nachgewiesene Datenextraktion allein durch diesen Fehler |
| Integrität | Keine (direkt) | Keine nachgewiesene Manipulation von Konfiguration oder Aufnahmen allein durch diesen Fehler |
| Verfügbarkeit | **Hoch** | Neustart-Ausfall; wiederholbar |
### Geschäftsauswirkungen (kontextbezogen)
| Sektor | Mögliche Folge |
|---|---|
| Einzelhandel / Banken | Verlust von forensischem Video bei Schwund- oder Betrugsvorfällen |
| Kritische Infrastruktur | Lücken in der visuellen Überprüfung von Alarmen |
| Wohngebäude / KMU | Tote Winkel der Hausüberwachung während Einbrüchen |
| Smart City | Ausfall von Verkehrs- oder Sicherheitskameras im öffentlichen Raum |
| Zutrittskontrollintegrationen | Türen und Gegensprechanlagen zu Spitzenzeiten nicht verfügbar |
### Flottenweite Überlegungen
Organisationen mit **Hunderten oder Tausenden** von Dahua-Endpunkten sollten Folgendes modellieren:
- Mittlere Wiederherstellungszeit pro Neustart
- Zentrales Überwachungsrauschen bei Massenausfällen
- SLA-Verletzungen bei verwalteten Dienstkunden
- Versicherungs- oder Compliance-Auswirkungen für die Aufzeichnungskontinuität
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## Erkennung und Indikatoren einer Kompromittierung
Da der Hersteller keine Paketerfassungen oder CVE-spezifischen Signaturen veröffentlicht hat, sollte sich die Erkennung auf **Verhaltensindikatoren** konzentrieren:
### Host-/Geräteindikatoren
- Unerwartete Neustarts ohne durch den Administrator initiierte Upgrades oder Stromereignisse
- Boot-Grund-Flags, die auf Kernel-Panik, Watchdog-Reset oder abnormalen Neustart verweisen
- Anwendungsprotokolle, die Assertionsfehler oder fatale Fehler unmittelbar vor Ausfallzeiten zeigen
- Kurze Betriebszeiten korreliert mit Ausbrüchen anomalen Netzwerkverkehrs
### Netzwerk-Indikatoren
- Einzelquellen- oder verteilte Ausbrüche anomaler Pakete vor Geräte-Offline-Ereignissen
- Neue Scanaktivität auf Dahua-assoziierten Dienstports aus nicht vertrauenswürdigen Subnetzen
- Korrelation zwischen externen SYN/UDP/HTTP-Mustern und Syslog-Neustartzeitstempeln von Kameras/NVRs
### Betriebliche Korrelationen
- Mehrere Geräte gleichzeitig offline ohne PoE-Switch-Ausfall
- Offline-Ereignisse **nicht** begleitet von Switch-Schnittstellenfehlern (was auf einen Absturz auf Endpunkt-Ebene hindeutet)
- Wiederkehrende Ausfälle in festen Abständen (möglicher automatisierter Replay-Angriff)
### Empfohlenes Logging
- Zentralisieren Sie **syslog** von Kameras, NVRs und Gegensprechanlagen
- Behalten Sie **Firewall-/Edge**-Flows für Segmente mit Überwachungsgeräten bei
- Alarmieren Sie bei **Massen-Geräte-Trennungs**-Ereignissen vom VMS innerhalb kurzer Zeitfenster
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## Minderung und Behebung
### Primäre Behebung — Firmware-Update
1. Erfassen Sie alle Dahua-Geräte mit Modell, Seriennummer und **Firmware-Build-Datum**.
2. Identifizieren Sie Einheiten mit Builds **vor dem 26. März 2026**.
3. Laden Sie die vom Hersteller genehmigte Firmware aus dem [Dahua PSI Trust Center](https://www.dahuasecurity.com/about-dahua/trust-center/dahua-psi) oder von autorisierten Vertriebskanälen herunter.
4. Planen Sie Upgrades in einem Wartungsfenster; validieren Sie die Aufzeichnungs- und Gegensprechfunktion nach dem Patch.
5. Testen Sie extern exponierte Dienste erst nach Bestätigung des korrigierten Builds erneut.
### Kompensierende Kontrollen (bis zum Patch)
| Kontrolle | Ziel |
|---|---|
| **Netzwerksegmentierung** | Platzieren Sie Kameras/NVRs in dedizierten VLANs mit Standard-Verweigerungs-ACLs |
| **Portweiterleitung entfernen** | Beseitigen Sie direkte WAN-Exposition; verwenden Sie stattdessen VPN oder Zero-Trust-Zugriff |
| **Quell-IPs einschränken** | Erlauben Sie nur VMS, Jump-Hosts und Operator-Subnetzen den Zugriff auf Geräteverwaltungsports |
| **Nicht genutzte Dienste deaktivieren** | Reduzieren Sie die Protokollangriffsfläche (deaktivieren Sie unnötige HTTP/ONVIF/PPPoE usw.) |
| **Ausgehende Filterung** | Begrenzen Sie unerwartetes Relay-Verhalten, wo die Richtlinie dies zulässt |
| **Physische Ersatzteile / Failover** | Für kritische Aufnahmen wahren Sie eine überlappende Abdeckung |
### Unternehmens-Change-Management
- Dokumentieren Sie Firmware-Versionen in der CMDB
- Verknüpfen Sie den Patch-Status mit Beschaffungs- und RMA-Workflows
- Beziehen Sie die Dahua-PSI-Überwachung in den Rhythmus der Lieferantenrisikoprüfung ein
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## Umgehungen
Es ist keine vom Hersteller dokumentierte **reine Konfigurationsumgehung** bekannt, die die Schwachstelle vollständig beseitigt, ohne auf einen korrigierten Build zu aktualisieren. Bis die Firmware angewendet wird, ist die **Netzwerkschicht-Eindämmung** die praktische Umgehung:
1. Blockieren Sie nicht vertrauenswürdigen Netzwerken den Zugriff auf Geräteverwaltungs- und proprietäre Dienstports.
2. Überwachen Sie auf wiederholte Neustartmuster und isolieren Sie verursachende Quellen an der Edge-Firewall.
3. Platzieren Sie Geräte, wo verfügbar, hinter authentifizierten VPN-Konzentratoren anstatt sie roher Exposition auszusetzen.
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## Herstellerreaktion
Dahua hat dieses Problem über sein **Product Security Incident (PSI)**-Programm veröffentlicht. Offizielle Ressourcen:
- **Trust Center / PSI:** https://www.dahuasecurity.com/about-dahua/trust-center/dahua-psi
Betreiber sollten das Hersteller-Bulletin als maßgebliche Quelle betrachten für:
- Modellspezifische betroffene Listen
- Links zum Download korrigierter Firmware
- Zusätzliche Härtungsempfehlungen
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## Referenzen
| Ressource | URL |
|---|---|
| Dahua PSI Trust Center | https://www.dahuasecurity.com/about-dahua/trust-center/dahua-psi |
| NVD Entry | https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-29116 |
| CVE Record | https://www.cve.org/CVERecord?id=CVE-2026-29116 |
| CWE-617 Definition | https://cwe.mitre.org/data/definitions/617.html |
| CVSS 4.0 Specification | https://www.first.org/cvss/v4.0/specification-document |
---
## Haftungsausschluss
Dieses Dokument ist ein **informatives Sicherheitsbulletin**, das aus öffentlich verfügbaren CVE-Metadaten und Herstellererklärungen zusammengestellt wurde. Es soll Verteidiger, Integratoren und Forscher dabei unterstützen, das Risiko von **CVE-2026-29116** zu verstehen und Abhilfemaßnahmen zu priorisieren.
- Diese README **enthält keinen** Exploit-Code, keine maßgeschneiderten Paketvorlagen oder Schritt-für-Schritt-Angriffsanleitungen.
- Mit *geschlussfolgert* gekennzeichnete technische Analyseabschnitte sind angemessene Interpretationen öffentlicher Daten, keine herstellerbestätigte Ursachenoffenlegung.
- Die Bestimmung betroffener Modelle **muss** anhand des offiziellen Dahua PSI-Bulletins und Ihres Geräte-Firmware-Build-Datums überprüft werden.
- Die Autoren haften nicht für Handlungen, die auf der Grundlage dieses Dokuments durchgeführt werden. Patchen, testen und bereitstellen gemäß den Change-Management-Richtlinien Ihrer Organisation.
- **Verantwortungsvoller Gebrauch:** Melden Sie zusätzliche Erkenntnisse über koordinierte Offenlegungskanäle (Hersteller-PSI, nationales CERT oder etablierte Bug-Bounty-Programme, falls zutreffend).
---
## Dokumentenrevisionsverlauf
| Version | Datum | Änderungen |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-07-11 | Erstes umfassendes Beratungs-README basierend auf den Veröffentlichungsdaten von CVE-2026-29116 |
---
<p align="center">
<sub>CVE-2026-29116 · Dahua Technology · CVSS 4.0 8.7 HOCH · CWE-617</sub>
</p>
| Feld | Wert |
|---|
| CVE-ID | CVE-2026-29116 |
| Anbieter | Dahua Technology |
| Schwachstellentyp | Denial of Service (unerwarteter Neustart) |
| Angriffsvektor | Netzwerk |
| Authentifizierung erforderlich | Nein |
| Benutzerinteraktion erforderlich | Nein |
| Erforderliche Berechtigungen | Keine |
| CVSS-Version | 4.0 |
| CVSS-Basisscore | 8,7 — HOCH |
| CVSS-Vektor | CVSS:4.0/AV:N/AC:L/AT:N/PR:N/UI:N/VC:N/VI:N/VA:H/SC:N/SI:N/SA:N |
| CWE | CWE-617 (Erreichbare Assertion) |
| Fernausbeutung möglich | Ja |
| Veröffentlichungsdatum | 2026-06-10 |
| Fix-Verfügbarkeit | Firmware-Builds ab 26. März 2026 (laut Hersteller) |
| Datum | Ereignis |
|---|
| ≤ 2026-03-26 | Verwundbare Firmware-Builds in aktiver Verteilung |
| 2026-03-26 | Hersteller-Fix-Cutoff – Builds, die an oder nach diesem Datum erstellt wurden, sind außerhalb des betroffenen Bereichs (laut Meldung) |
| 2026-06-10T06:16:34 UTC | CVE-2026-29116 veröffentlicht |
| 2026-06-10T06:16:34 UTC | NVD-Eintrag zuletzt geändert |
| 2026-06-10 | Dahua PSI Trust Center-Meldung veröffentlicht |
| Fortlaufend | Betreiber sollten betroffene Umgebungen inventarisieren, patchen und segmentieren |
| Unbehandelte fatale Ausnahme | Parser oder Sitzungszustandsmaschine wirft/stürzt ab bei unerwarteten Feldwerten, Längen oder Protokollzuständen. |
| Fehlerhafte Ressourcen-/Grenzenbehandlung | Präpariertes Paket verursacht einen zugriffsverletzenden oder ungültigen Speicherzugriff, der zur Laufzeit erkannt wird und den Prozess- oder Kernelpfad beendet. |
| Familie | Typische Rolle | Beispielhafte betriebliche Auswirkung |
|---|
| IPC | IP-Kameras | Live-Ansicht-Verlust, Aufzeichnungslücken, Ausfall von Smart-Events |
| SD | Speed Domes / PTZ | Verlust der Nachverfolgung, Preset-Fehler, Unterbrechung der Patrouille |
| NVR | Netzwerk-Videorekorder | Multi-Kanal-Eingangsausfall, wenn das Gerät neu startet |
| XVR | Hybrid-DVR/NVR | Unterbrechung der lokalen und IP-Kanalaufzeichnung |
| EVS | Enterprise Video Storage | Störung des großflächigen Archiv-Ingests |
| VTO | Video-Intercom-Außenstationen | Anrufe schlagen fehl; Türfreigabe nicht verfügbar |
| VTH | Video-Intercom-Innenmonitore | Kommunikationsverlust auf Einheitenebene |
| ASI | Zugangs-/Sicherheitsschnittstellen | Integrierte Tür- und Alarm-Workflows stocken |
| TPC | Thermische / Spezialplattformen | Blindstellen für Sicherheitsüberwachung |
| Metrik | Wert | Bedeutung für diese CVE |
|---|
| AV (Angriffsvektor) | Netzwerk (N) | Ausbeutung erfolgt über einen Netzwerkpfad; Remote-Angreifer sind qualifiziert, wenn Geräte erreichbar sind |
| AC (Angriffskomplexität) | Niedrig (L) | Keine besonderen zeitlichen, Rennbedingungen oder Umgebungsbedingungen erforderlich |
| AT (Angriffsanforderungen) | Keine (N) | Keine einsatzspezifischen Voraussetzungen außer Netzwerkerreichbarkeit |
| PR (Erforderliche Berechtigungen) | Keine (N) | Nicht authentifizierter Angreifer |
| UI (Benutzerinteraktion) | Keine (N) | Keine Opfer-Benutzeraktion (z. B. Öffnen eines Links) erforderlich |
| VC (Vertraulichkeit des verwundbaren Systems) | Keine (N) | Kein nachgewiesener direkter Vertraulichkeitsverlust auf dem Gerät |
| VI (Integrität des verwundbaren Systems) | Keine (N) | Kein nachgewiesener direkter Integritätsverlust auf dem Gerät |
| VA (Verfügbarkeit des verwundbaren Systems) | Hoch (H) | Gerät wird nicht verfügbar; Auswirkung auf Neustartebene |
| SC (Nachfolgende Vertraulichkeit) | Keine (N) | Keine bewertete nachgelagerte Vertraulichkeitsauswirkung |
| SI (Nachfolgende Integrität) | Keine (N) | Keine bewertete nachgelagerte Integritätsauswirkung |
| SA (Nachfolgende Verfügbarkeit) | Keine (N) | Keine bewertete nachgelagerte Verfügbarkeitsauswirkung |