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CVE-2026-29116 — Dahua CVE-2026-29116 | Kitploit
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CVE-2026-29116

Dahua CVE-2026-29116

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CVE-2026-29116 — Nicht authentifizierte Remote-Denial-of-Service-Schwachstelle bei Dahua

CVSS 4.0 Remotely Exploitable Authentication

Hinweisart: Hersteller-koordinierte Sicherheitsveröffentlichung
CVE-ID: CVE-2026-29116
Anbieter: Dahua Technology
Veröffentlicht: 2026-06-10T06:16:34 UTC
Zuletzt geändert: 2026-06-10T06:16:34 UTC
Quelle: Dahua Product Security Incident (PSI) Trust Center


Inhaltsverzeichnis

  • Executive Summary
  • Kurzer Überblick
  • Zeitleiste der Schwachstelle
  • Beschreibung
  • Technische Analyse
  • Betroffene Produkte
  • CVSS-Bewertung
  • Details der Schwachstellenbewertung
  • CWE-Klassifizierung
  • Angriffsvoraussetzungen
  • Ausbeutungsszenarien
  • Auswirkungsanalyse
  • Erkennung und Kompromittierungsindikatoren
  • Abschwächung und Maßnahmen
  • Umgehungsmöglichkeiten
  • Reaktion des Herstellers
  • Referenzen
  • Haftungsausschluss
  • Dokumentversionshistorie

Executive Summary

Eine hochkritische, nicht authentifizierte Remote-Denial-of-Service-Schwachstelle wurde in mehreren Sicherheits- und Überwachungsproduktlinien von Dahua identifiziert. Ein Angreifer im Netzwerk – einschließlich des öffentlichen Internets, wenn Geräte freigegeben sind – kann ein speziell präpariertes Netzwerkpaket an ein verwundbares Gerät senden. Die Verarbeitung dieses Pakets löst eine unbehandelte Ausnahme (konsistent mit einem erreichbaren Assertion- oder Fatal-Error-Pfad) aus, was zu einem unerwarteten Neustart des Geräts führt.

Da keine Anmeldeinformationen erforderlich sind und die Angriffskomplexität gering ist, ist diese Schwachstelle einfach in großem Umfang auszubeuten. Wiederholte Ausbeutung kann zu anhaltenden Ausfällen von Kameras, Rekordern, Intercom-Endpunkten und zugehöriger Infrastruktur führen. Während der Fehler nicht direkt die Vertraulichkeit oder Integrität gespeicherter Daten gefährdet, wird die Verfügbarkeitsauswirkung als Hoch bewertet, was zu einem CVSS 4.0-Basisscore von 8,7 (HOCH) führt.

Organisationen, die Dahua IPC-, SD-, NVR-, XVR-, EVS-, VTO-, VTH-, ASI- oder TPC-Hardware mit Firmware-Builds vor dem 26. März 2026 betreiben, sollten das Patchen oder die Netzwerksegmentierung als Priorität behandeln.

Hinweis zur Meldungskennzeichnung: Einige Drittanbieter-Indizes listen diese CVE unter einem „Cross-Site Scripting“-Titel. Die offizielle Beschreibung, der CVSS-Vektor (VA:H ohne Auswirkungen auf Vertraulichkeit oder Integrität) und die CWE-617-Klassifizierung sind konsistent mit einem nicht authentifizierten, netzwerkausgelösten Absturz/Neustart (DoS), nicht mit einem browserbasierten XSS-Zustand. Dieses Dokument folgt der Herstellerbeschreibung und den Bewertungsdaten.


Kurzer Überblick


Zeitleiste der Schwachstelle


Beschreibung

Dahua hat eine Sicherheitslücke in einer Teilmenge von Produkten seines Überwachungs- und Zugangsportfolios gemeldet. Der Fehler liegt in netzwerkseitiger Software, die eingehenden Datenverkehr verarbeitet, ohne fehlerhafte oder schädliche Eingaben angemessen zu validieren oder sicher zu handhaben.

Beobachtetes Verhalten:

  1. Ein nicht authentifizierter Remote-Angreifer sendet ein speziell präpariertes Paket an ein verwundbares Gerät über das Netzwerk.
  2. Der Netzwerkdienst oder der interne Handler des Geräts verarbeitet das Paket und tritt in einen Ausnahmepfad ein – beispielsweise eine fehlgeschlagene Assertion, ein unbehandelter Fehler oder ein nicht behebbarer interner Fehler, der mit CWE-617 (Erreichbare Assertion) konsistent ist.
  3. Die Ausnahme breitet sich so aus, dass das System unerwartet neu startet.
  4. Das Gerät ist nicht verfügbar, bis der Neustartzyklus abgeschlossen ist. Bei wiederholtem Angriff kann das Gerät in einem anhaltenden Denial-of-Service-Zustand verbleiben.

Was diese Schwachstelle nicht ist (gemäß CVSS-Metriken):

  • Es ist nicht erforderlich, dass das Opfer eine Webseite öffnet oder auf einen Link klickt (UI:N).
  • Es sind keine Anmeldeinformationen des Angreifers erforderlich (PR:N).
  • Es gibt keine direkten Auswirkungen auf Vertraulichkeit oder Integrität der verwundbaren Komponente (VC:N, VI:N).
  • Es gibt keine Auswirkungen auf nachfolgende Systeme im veröffentlichten Vektor (SC:N, SI:N, SA:N).

Das Hauptrisiko ist der Verlust der Verfügbarkeit – Kameras streamen nicht mehr, Rekorder zeichnen nicht auf, Intercoms werden offline, und automatisierte Arbeitsabläufe, die auf diesen Geräten basieren, schlagen fehl.


Technische Analyse

Grundursache (vermutet)

Öffentlicher Herstellertext gibt die genaue Funktion oder den Protokollendpunkt nicht preis. Basierend auf der veröffentlichten CWE und dem Verhalten sind die wahrscheinlichsten Kategorien der Grundursache:

KategorieErklärung
Erreichbare AssertionEine Debug- oder Integritäts-assert() (oder Äquivalent) bleibt in der Produktions-Firmware aktiviert und kann durch fehlerhafte Eingaben ausgelöst werden.

Jede der oben genannten kann zu einem vollständigen Geräteneustart eskalieren, wenn der Fehler in einem kritischen Daemon, dem Hauptanwendungs-Supervisor oder einer kernelnahen Komponente ohne ordnungsgemäße Wiederherstellung auftritt.

Angriffsfläche

Da der Angriffsvektor Netzwerk ist und keine Berechtigungen erforderlich sind, kann jeder erreichbare Dienst, der vom Angreifer bereitgestellte Netzwerkeingaben auf betroffener Firmware parst, betroffen sein. In Dahua-Bereitstellungen umfasst dies typischerweise – aber nicht ausschließlich:

  • Geräteerkennungs- und Registrierungsdienste
  • Proprietäre P2P-/Tunnel-/Relay-Handshake-Handler
  • HTTP/HTTPS-Verwaltungsschnittstellen (wo Roh- oder Chunked-Anfragen falsch behandelt werden)
  • RTSP-/ONVIF-/SIP-verwandte Stacks (produktabhängig)
  • Intercom- und Türstationssignalisierung (VTO/VTH-Linien)

Wichtig: Die Herstellermeldung nennt keinen einzelnen Port oder URI. Verteidiger sollten davon ausgehen, dass jeder exponierte Netzwerk-Listener auf verwundbarer Firmware relevant sein könnte, bis ein Patch installiert ist.

Neustart vs. Prozessneustart

Aus Betreibersicht sehen beide Ergebnisse wie "die Kamera ist offline" aus, unterscheiden sich jedoch betrieblich:

ErgebnisFür den Betreiber sichtbarer EffektProtokollierung
ProzessneustartKurze Stream-Unterbrechung; Gerät bleibt teilweise aktivAnwendungs-Crash-Protokolle
Vollständiger SystemneustartVollständiges Offline-Fenster; aktive Sitzungen werden beendetBoot-Sequenz, Watchdog, Kernel-Panic-Ablaufverfolgung

Die Herstellerbeschreibung zitiert explizit unerwarteten Systemneustart, was auf ein geräteweites Verfügbarkeitsereignis hindeutet und nicht auf das Recycling eines einzelnen nicht kritischen Daemons.

Stabilität bei wiederholter Ausbeutung

Ein einmaliger Neustart ist störend. Ein wiederholbarer Remote-Trigger ist schlimmer:

  • Überwachungslücken während Vorfällen oder Compliance-Aufzeichnungsfenstern
  • NVR-Kanalverlust, der falsche "Kamera-Manipulations"-Kaskaden auslöst
  • Intercom-/Zugangsendpunkte an Eingangspunkten nicht verfügbar
  • Alarmstürme in der zentralen Überwachungsstation durch massenhafte Offline-Ereignisse
  • Brute-Force- oder Folgeangriffe, die während der Neustart-Wiederherstellungsfenster getimt werden

Betroffene Produkte

Herstellerzusammenfassung

#HerstellerProduktfamilienVersion / Build-Anleitung
1DahuaIPC / SD / NVR / XVR / EVS / VTO / VTH / ASI / TPCBetroffen: Firmware-Builds vor dem 26. März 2026 (beschränkt auf bestimmte Modelle innerhalb jeder Familie)

Gesamtzahlen: 1 betroffener Hersteller · 1 betroffene Produktgruppe (mehrere Familien)

Produktfamilienreferenz

Modelbereichsanmerkung

Dahua gibt an, dass nur bestimmte Modelle innerhalb der aufgeführten Familien betroffen sind. Die Meldung ist keine universelle "alle Dahua-Geräte"-Behauptung. Betreiber müssen Folgendes abgleichen:

  1. Exakte Modellnummer
  2. Firmware-Build-Datum (muss am oder nach dem 26.03.2026 liegen für feste Builds)
  3. Hersteller-PSI-Bulletin für modellspezifische Matrizen und Download-Links

CVSS-Bewertung

Zusammenfassung

BewertungVersionSchweregradVektor
8,74.0HOCHCVSS:4.0/AV:N/AC:L/AT:N/PR:N/UI:N/VC:N/VI:N/VA:H/SC:N/SI:N/SA:N

CVSS 4.0 Metrikaufschlüsselung

Schweregradinterpretation

Ein Score von 8,7 in CVSS 4.0 platziert dieses Problem im HOHEN Band. Der Score wird fast vollständig durch die nicht authentifizierte Remote-Verfügbarkeitskompromittierung mit niedriger Komplexität getrieben. Verteidiger sollten das Risiko nicht allein deshalb herabstufen, weil Vertraulichkeit und Integrität None sind – für physische Sicherheitssysteme ist Verfügbarkeit oft die geschäftskritische Eigenschaft.


Details der Schwachstellenbewertung

Visuelle Zusammenfassung der veröffentlichten CVSS 4.0-Selektorpositionen:

Ausbeutungsmerkmale```

Attack Vector: [Network] Adjacent Local Physical Attack Complexity: [Low] High Attack Requirements: [None] Present Privileges Required: [None] Low High User Interaction: [None] Passive Active

root@kitploit:~
### Auswirkung auf das verwundbare System```
Vuln Confidentiality:   [None]     Low      High
Vuln Integrity:         [None]     Low      High
Vuln Availability:      [High]     Low      None

Nachfolgende Systemauswirkungen```

Subseq Confidentiality: [None] Low High Subseq Integrity: [None] Low High Subseq Availability: [None] Low High

root@kitploit:~
---

## CWE-Klassifizierung

| # | CWE ID | Name | Relevanz |
|---|---|---|---|
| 1 | **CWE-617** | [Reachable Assertion](https://cwe.mitre.org/data/definitions/617.html) | Produktionscode setzt eine Assertion oder fatale Prüfung aus, die durch nicht vertrauenswürdige Eingaben erreichbar ist und den Prozess oder das System beendet |

### Warum CWE-617 zutrifft

CWE-617 beschreibt Situationen, in denen Entwickler sich auf Assertions für Bedingungen verlassen, die **externe Angreifer erzwingen können**. Im Gegensatz zu einer eleganten Fehlerbehandlung (Rückgabecodes, bereinigte Antworten) endet eine erreichbare Assertion oft in einem **abrupten Abbruch** – was mit dem vom Hersteller beschriebenen **Absturz- oder Neustartverhalten** übereinstimmt.

---

## Angriffsvoraussetzungen

| Voraussetzung | Erforderlich? | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Gültige Geräteanmeldeinformationen | **Nein** | Nicht authentifizierter Angriff |
| Benutzerinteraktion des Opfers | **Nein** | Vollständig entfernter Netzwerkauslöser |
| Vorherige Kompromittierung eines anderen Systems | **Nein** | Eigenständige Ausnutzung |
| Netzwerkerreichbarkeit zum Gerät | **Ja** | Angriffsvektor ist Netzwerk |
| Kenntnis des Gerätemodells | Hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich | Maßgeschneidertes Paket kann familienabhängig sein |
| Internet-Exposition | Nicht erforderlich, erhöht jedoch das Risiko | WAN-Portweiterleitung und Cloud-Relay-Exposition sind in der Praxis üblich |

**Entfernt ausnutzbar:** **Ja**

---

## Ausnutzungsszenarien

### Szenario 1 — Internet-exponierte Kamera

Eine feste IPC ist für die Fernansicht per Portweiterleitung zugänglich. Ein Angreifer scannt den Host, sendet das maßgeschneiderte Paket an einen offenen Dienstport und erzwingt einen Neustart. Die Kamera fällt während eines aktiven Sicherheitsvorfalls offline, wodurch eine Aufzeichnungslücke entsteht.

### Szenario 2 — Flaches CCTV-VLAN

Ein Angreifer verschafft sich Zugang zu einem Unternehmens-Laptop (Phishing, Gerät eines Auftragnehmers usw.) und greift jeden Dahua-Host im Überwachungs-VLAN an. Aufeinanderfolgende Auslöser erzeugen ein standortweites „Alle Kameras offline“-Ereignis, ohne jemals eine Authentifizierung gegenüber der VMS-Software durchzuführen.

### Szenario 3 — Gegensprechanlagen-Störung (VTO/VTH)

Ein Einzelhandelsgeschäft verwendet Dahua-Türstationen. Ein Angreifer in der Nähe des Netzwerks (oder über ein exponiertes WAN) startet die Außenstation während der Hauptgeschäftszeiten wiederholt neu. Die Zugangskontrolle und die Fernfreigabe der Tür schlagen fehl, was zu einer Betriebseinstellung oder manuellen Umgehungsverfahren führt.

### Szenario 4 — Verkettete physische Sicherheitsverschlechterung

Ein Neustart des NVR während eines aktiven Einbruchs verzögert die Alarmüberprüfung und das PTZ-Tracking. Obwohl es sich laut CVSS nicht um eine direkte „Integritäts“-CVE handelt, kann das **physische Sicherheitsergebnis** schwerwiegend sein.

### Szenario 5 — Anhaltende Belästigung / Dienstverschlechterung

Automatisiertes wiederholtes Auslösen des Triggers alle N Minuten verhindert eine stabile Betriebszeit, selbst wenn sich das Gerät jedes Mal schnell erholt – ein **aufwandsarmer, störungsintensiver** Angriff, der sich für Botnetz-Maßstab-Missbrauch gegen bekannte Firmware-Fingerabdrücke eignet.

---

## Auswirkungsbewertung

### Technische Auswirkungen

| Bereich | Bewertung | Details |
|---|---|---|
| Vertraulichkeit | Keine (direkt) | Keine nachgewiesene Datenextraktion allein durch diesen Fehler |
| Integrität | Keine (direkt) | Keine nachgewiesene Manipulation von Konfiguration oder Aufnahmen allein durch diesen Fehler |
| Verfügbarkeit | **Hoch** | Neustart-Ausfall; wiederholbar |

### Geschäftsauswirkungen (kontextbezogen)

| Sektor | Mögliche Folge |
|---|---|
| Einzelhandel / Banken | Verlust von forensischem Video bei Schwund- oder Betrugsvorfällen |
| Kritische Infrastruktur | Lücken in der visuellen Überprüfung von Alarmen |
| Wohngebäude / KMU | Tote Winkel der Hausüberwachung während Einbrüchen |
| Smart City | Ausfall von Verkehrs- oder Sicherheitskameras im öffentlichen Raum |
| Zutrittskontrollintegrationen | Türen und Gegensprechanlagen zu Spitzenzeiten nicht verfügbar |

### Flottenweite Überlegungen

Organisationen mit **Hunderten oder Tausenden** von Dahua-Endpunkten sollten Folgendes modellieren:

- Mittlere Wiederherstellungszeit pro Neustart
- Zentrales Überwachungsrauschen bei Massenausfällen
- SLA-Verletzungen bei verwalteten Dienstkunden
- Versicherungs- oder Compliance-Auswirkungen für die Aufzeichnungskontinuität

---

## Erkennung und Indikatoren einer Kompromittierung

Da der Hersteller keine Paketerfassungen oder CVE-spezifischen Signaturen veröffentlicht hat, sollte sich die Erkennung auf **Verhaltensindikatoren** konzentrieren:

### Host-/Geräteindikatoren

- Unerwartete Neustarts ohne durch den Administrator initiierte Upgrades oder Stromereignisse
- Boot-Grund-Flags, die auf Kernel-Panik, Watchdog-Reset oder abnormalen Neustart verweisen
- Anwendungsprotokolle, die Assertionsfehler oder fatale Fehler unmittelbar vor Ausfallzeiten zeigen
- Kurze Betriebszeiten korreliert mit Ausbrüchen anomalen Netzwerkverkehrs

### Netzwerk-Indikatoren

- Einzelquellen- oder verteilte Ausbrüche anomaler Pakete vor Geräte-Offline-Ereignissen
- Neue Scanaktivität auf Dahua-assoziierten Dienstports aus nicht vertrauenswürdigen Subnetzen
- Korrelation zwischen externen SYN/UDP/HTTP-Mustern und Syslog-Neustartzeitstempeln von Kameras/NVRs

### Betriebliche Korrelationen

- Mehrere Geräte gleichzeitig offline ohne PoE-Switch-Ausfall
- Offline-Ereignisse **nicht** begleitet von Switch-Schnittstellenfehlern (was auf einen Absturz auf Endpunkt-Ebene hindeutet)
- Wiederkehrende Ausfälle in festen Abständen (möglicher automatisierter Replay-Angriff)

### Empfohlenes Logging

- Zentralisieren Sie **syslog** von Kameras, NVRs und Gegensprechanlagen
- Behalten Sie **Firewall-/Edge**-Flows für Segmente mit Überwachungsgeräten bei
- Alarmieren Sie bei **Massen-Geräte-Trennungs**-Ereignissen vom VMS innerhalb kurzer Zeitfenster

---

## Minderung und Behebung

### Primäre Behebung — Firmware-Update

1. Erfassen Sie alle Dahua-Geräte mit Modell, Seriennummer und **Firmware-Build-Datum**.
2. Identifizieren Sie Einheiten mit Builds **vor dem 26. März 2026**.
3. Laden Sie die vom Hersteller genehmigte Firmware aus dem [Dahua PSI Trust Center](https://www.dahuasecurity.com/about-dahua/trust-center/dahua-psi) oder von autorisierten Vertriebskanälen herunter.
4. Planen Sie Upgrades in einem Wartungsfenster; validieren Sie die Aufzeichnungs- und Gegensprechfunktion nach dem Patch.
5. Testen Sie extern exponierte Dienste erst nach Bestätigung des korrigierten Builds erneut.

### Kompensierende Kontrollen (bis zum Patch)

| Kontrolle | Ziel |
|---|---|
| **Netzwerksegmentierung** | Platzieren Sie Kameras/NVRs in dedizierten VLANs mit Standard-Verweigerungs-ACLs |
| **Portweiterleitung entfernen** | Beseitigen Sie direkte WAN-Exposition; verwenden Sie stattdessen VPN oder Zero-Trust-Zugriff |
| **Quell-IPs einschränken** | Erlauben Sie nur VMS, Jump-Hosts und Operator-Subnetzen den Zugriff auf Geräteverwaltungsports |
| **Nicht genutzte Dienste deaktivieren** | Reduzieren Sie die Protokollangriffsfläche (deaktivieren Sie unnötige HTTP/ONVIF/PPPoE usw.) |
| **Ausgehende Filterung** | Begrenzen Sie unerwartetes Relay-Verhalten, wo die Richtlinie dies zulässt |
| **Physische Ersatzteile / Failover** | Für kritische Aufnahmen wahren Sie eine überlappende Abdeckung |

### Unternehmens-Change-Management

- Dokumentieren Sie Firmware-Versionen in der CMDB
- Verknüpfen Sie den Patch-Status mit Beschaffungs- und RMA-Workflows
- Beziehen Sie die Dahua-PSI-Überwachung in den Rhythmus der Lieferantenrisikoprüfung ein

---

## Umgehungen

Es ist keine vom Hersteller dokumentierte **reine Konfigurationsumgehung** bekannt, die die Schwachstelle vollständig beseitigt, ohne auf einen korrigierten Build zu aktualisieren. Bis die Firmware angewendet wird, ist die **Netzwerkschicht-Eindämmung** die praktische Umgehung:

1. Blockieren Sie nicht vertrauenswürdigen Netzwerken den Zugriff auf Geräteverwaltungs- und proprietäre Dienstports.
2. Überwachen Sie auf wiederholte Neustartmuster und isolieren Sie verursachende Quellen an der Edge-Firewall.
3. Platzieren Sie Geräte, wo verfügbar, hinter authentifizierten VPN-Konzentratoren anstatt sie roher Exposition auszusetzen.

---

## Herstellerreaktion

Dahua hat dieses Problem über sein **Product Security Incident (PSI)**-Programm veröffentlicht. Offizielle Ressourcen:

- **Trust Center / PSI:** https://www.dahuasecurity.com/about-dahua/trust-center/dahua-psi

Betreiber sollten das Hersteller-Bulletin als maßgebliche Quelle betrachten für:

- Modellspezifische betroffene Listen
- Links zum Download korrigierter Firmware
- Zusätzliche Härtungsempfehlungen

---

## Referenzen

| Ressource | URL |
|---|---|
| Dahua PSI Trust Center | https://www.dahuasecurity.com/about-dahua/trust-center/dahua-psi |
| NVD Entry | https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-29116 |
| CVE Record | https://www.cve.org/CVERecord?id=CVE-2026-29116 |
| CWE-617 Definition | https://cwe.mitre.org/data/definitions/617.html |
| CVSS 4.0 Specification | https://www.first.org/cvss/v4.0/specification-document |

---

## Haftungsausschluss

Dieses Dokument ist ein **informatives Sicherheitsbulletin**, das aus öffentlich verfügbaren CVE-Metadaten und Herstellererklärungen zusammengestellt wurde. Es soll Verteidiger, Integratoren und Forscher dabei unterstützen, das Risiko von **CVE-2026-29116** zu verstehen und Abhilfemaßnahmen zu priorisieren.

- Diese README **enthält keinen** Exploit-Code, keine maßgeschneiderten Paketvorlagen oder Schritt-für-Schritt-Angriffsanleitungen.
- Mit *geschlussfolgert* gekennzeichnete technische Analyseabschnitte sind angemessene Interpretationen öffentlicher Daten, keine herstellerbestätigte Ursachenoffenlegung.
- Die Bestimmung betroffener Modelle **muss** anhand des offiziellen Dahua PSI-Bulletins und Ihres Geräte-Firmware-Build-Datums überprüft werden.
- Die Autoren haften nicht für Handlungen, die auf der Grundlage dieses Dokuments durchgeführt werden. Patchen, testen und bereitstellen gemäß den Change-Management-Richtlinien Ihrer Organisation.
- **Verantwortungsvoller Gebrauch:** Melden Sie zusätzliche Erkenntnisse über koordinierte Offenlegungskanäle (Hersteller-PSI, nationales CERT oder etablierte Bug-Bounty-Programme, falls zutreffend).

---

## Dokumentenrevisionsverlauf

| Version | Datum | Änderungen |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-07-11 | Erstes umfassendes Beratungs-README basierend auf den Veröffentlichungsdaten von CVE-2026-29116 |

---

<p align="center">
  <sub>CVE-2026-29116 · Dahua Technology · CVSS 4.0 8.7 HOCH · CWE-617</sub>
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FeldWert
CVE-IDCVE-2026-29116
AnbieterDahua Technology
SchwachstellentypDenial of Service (unerwarteter Neustart)
AngriffsvektorNetzwerk
Authentifizierung erforderlichNein
Benutzerinteraktion erforderlichNein
Erforderliche BerechtigungenKeine
CVSS-Version4.0
CVSS-Basisscore8,7 — HOCH
CVSS-VektorCVSS:4.0/AV:N/AC:L/AT:N/PR:N/UI:N/VC:N/VI:N/VA:H/SC:N/SI:N/SA:N
CWECWE-617 (Erreichbare Assertion)
Fernausbeutung möglichJa
Veröffentlichungsdatum2026-06-10
Fix-VerfügbarkeitFirmware-Builds ab 26. März 2026 (laut Hersteller)
DatumEreignis
≤ 2026-03-26Verwundbare Firmware-Builds in aktiver Verteilung
2026-03-26Hersteller-Fix-Cutoff – Builds, die an oder nach diesem Datum erstellt wurden, sind außerhalb des betroffenen Bereichs (laut Meldung)
2026-06-10T06:16:34 UTCCVE-2026-29116 veröffentlicht
2026-06-10T06:16:34 UTCNVD-Eintrag zuletzt geändert
2026-06-10Dahua PSI Trust Center-Meldung veröffentlicht
FortlaufendBetreiber sollten betroffene Umgebungen inventarisieren, patchen und segmentieren
Unbehandelte fatale AusnahmeParser oder Sitzungszustandsmaschine wirft/stürzt ab bei unerwarteten Feldwerten, Längen oder Protokollzuständen.
Fehlerhafte Ressourcen-/GrenzenbehandlungPräpariertes Paket verursacht einen zugriffsverletzenden oder ungültigen Speicherzugriff, der zur Laufzeit erkannt wird und den Prozess- oder Kernelpfad beendet.
FamilieTypische RolleBeispielhafte betriebliche Auswirkung
IPCIP-KamerasLive-Ansicht-Verlust, Aufzeichnungslücken, Ausfall von Smart-Events
SDSpeed Domes / PTZVerlust der Nachverfolgung, Preset-Fehler, Unterbrechung der Patrouille
NVRNetzwerk-VideorekorderMulti-Kanal-Eingangsausfall, wenn das Gerät neu startet
XVRHybrid-DVR/NVRUnterbrechung der lokalen und IP-Kanalaufzeichnung
EVSEnterprise Video StorageStörung des großflächigen Archiv-Ingests
VTOVideo-Intercom-AußenstationenAnrufe schlagen fehl; Türfreigabe nicht verfügbar
VTHVideo-Intercom-InnenmonitoreKommunikationsverlust auf Einheitenebene
ASIZugangs-/SicherheitsschnittstellenIntegrierte Tür- und Alarm-Workflows stocken
TPCThermische / SpezialplattformenBlindstellen für Sicherheitsüberwachung
MetrikWertBedeutung für diese CVE
AV (Angriffsvektor)Netzwerk (N)Ausbeutung erfolgt über einen Netzwerkpfad; Remote-Angreifer sind qualifiziert, wenn Geräte erreichbar sind
AC (Angriffskomplexität)Niedrig (L)Keine besonderen zeitlichen, Rennbedingungen oder Umgebungsbedingungen erforderlich
AT (Angriffsanforderungen)Keine (N)Keine einsatzspezifischen Voraussetzungen außer Netzwerkerreichbarkeit
PR (Erforderliche Berechtigungen)Keine (N)Nicht authentifizierter Angreifer
UI (Benutzerinteraktion)Keine (N)Keine Opfer-Benutzeraktion (z. B. Öffnen eines Links) erforderlich
VC (Vertraulichkeit des verwundbaren Systems)Keine (N)Kein nachgewiesener direkter Vertraulichkeitsverlust auf dem Gerät
VI (Integrität des verwundbaren Systems)Keine (N)Kein nachgewiesener direkter Integritätsverlust auf dem Gerät
VA (Verfügbarkeit des verwundbaren Systems)Hoch (H)Gerät wird nicht verfügbar; Auswirkung auf Neustartebene
SC (Nachfolgende Vertraulichkeit)Keine (N)Keine bewertete nachgelagerte Vertraulichkeitsauswirkung
SI (Nachfolgende Integrität)Keine (N)Keine bewertete nachgelagerte Integritätsauswirkung
SA (Nachfolgende Verfügbarkeit)Keine (N)Keine bewertete nachgelagerte Verfügbarkeitsauswirkung