2FA-Umgehung mittels Brute-Force-Angriff
Übersicht
Die Nagios Fusion-Anwendung (Version 2024R1.2 und 2024R2) ist anfällig für einen Brute-Force-Angriff auf ihren Zwei-Faktor-Authentifizierungsmechanismus (2FA). Insbesondere setzt die 2FA-Implementierung keine ausreichende Ratenbegrenzung oder Kontosperrmechanismen durch, sodass ein Angreifer die 2FA umgehen kann, indem er wiederholt das Einmalpasswort (OTP) errät.
Die folgenden Probleme wurden festgestellt:
- Fehlende Ratenbegrenzung: Der 2FA-Endpunkt begrenzt nicht die Anzahl der OTP-Übermittlungsversuche.
- Schwache Sperrrichtlinie: Nach wiederholten fehlgeschlagenen OTP-Versuchen wird keine Kontosperrung ausgelöst, sodass Brute-Force-Angriffe erfolgreich sein können.
- Potenzial für unbefugten Zugriff: Mit ausreichenden Rechenressourcen könnte ein Angreifer die 2FA umgehen und unbefugten Zugriff auf sensible Konten, einschließlich Administratorkonten, erlangen.
Diese Schwachstelle resultiert aus dem Fehlen geeigneter Abwehrmaßnahmen gegen Brute-Force-Angriffe, wodurch der 2FA-Mechanismus gegen gezielte Angriffe unwirksam wird.
Schweregrad
- Schweregrad: Hoch
- CWE: CWE-307 (primär); CWE-287 (sekundär)
- CVSS-Score (v3.0): 7.6 Hoch
- CVSS-Vektor: AV:A/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:L
Betroffene Komponenten
- 2FA-Verifizierungsendpunkt (z. B. /verify-otp)
- Authentifizierungs-Middleware
- Sitzungsausstellungsdienst
- Ratenbegrenzungs- / Anti-Automatisierungssteuerungen
Betroffener Anbieter/Produkt
- Produktname- Nagios Fusion
- Betroffene Version: 2024R1.2 und 2024R2
- Behobene Version: 2024R2.1
Zusammenfassung des Problems
Was passiert:
- Der Benutzer versucht, sich mit gültigem Benutzernamen und Passwort anzumelden.
- Das System fordert das OTP von der Authenticator-App/SMS/E-Mail an.
- Der Angreifer skriptet automatisierte Anfragen an den /verify-otp-Endpunkt.
- Aufgrund fehlender Ratenbegrenzung und Sperrung kann der Angreifer unbegrenzt viele Versuche unternehmen.
- Innerhalb einer vertretbaren Zeit errät der Angreifer das korrekte OTP und umgeht die 2FA.
Sicherheitslücke:
2FA soll die Entropie erhöhen und die Machbarkeit von Brute-Force-Angriffen verringern. Ohne geeignete Anti-Automatisierungssteuerungen wird das OTP brute-force-fähig, wodurch der zweite Faktor unwirksam wird.
Missbrauchsszenarien:
- Automatisierte Credential-Stuffing- und Brute-Force-OTP-Angriffe zur Übernahme einer großen Anzahl von Konten.
- Gezielter Angriff auf hochwertige Konten, bei denen das Passwort durch Phishing oder Leck erlangt wurde.
Empfehlungen zur Schadensbegrenzung
- Strenge Ratenbegrenzung pro Konto/IP/Gerät für OTP-Versuche durchsetzen.
- Konto nach N fehlgeschlagenen OTP-Versuchen sperren und erneute Authentifizierung verlangen.
- Verzögerungen (z. B. exponentiell) bei wiederholten Fehlversuchen einführen.
Offenlegungszeitplan
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[05-01-2025]: Schwachstelle entdeckt
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[05-01-2025]: An Anbieter gemeldet
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[10-01-2025]: Anbieter hat die Schwachstelle bestätigt
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[23-07-2025]: Anbieter hat die Schwachstelle mit einem neuen Release behoben
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[16-08-2025]: CVE beantragt
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[23-10-2025]: CVE zugewiesen
📌 Dieses Repository dient ausschließlich der Meldung von Schwachstellen und als CVE-Referenz.