
Incident-Analysis-Response-Check-Point-Security-Gateway-CVE-2024-24919-LFI-Exploitation — Updated!
# Fallstudie zur Incident Response (IR): Untersuchung eines Exploit-Versuchs gegen CVE-2024-24919 (Beliebiges Dateilesen) auf einer Check Point Security Gateway. Enthält umfassende SIEM-Analyse, Firewall-Protokolle, Inspektion der rohen Webzugriffsprotokolle (`/var/log/access.log`), IOCs, MITRE-ATT&CK-Zuordnung und Validierung nach der Ausnutzung.
Vorfallanalyse: Exploit-Versuch gegen Check Point Security Gateway CVE-2024-24919
📌 Zusammenfassung
Am 6. Juni 2024 um 15:12 Uhr lösten die Sicherheitsüberwachungssysteme einen Alarm für einen Exploit-Versuch mit hoher Schwere aus, der auf ein Check Point Security Gateway (CP-Spark-Gateway-01, IP: 172.16.20.146) abzielte. Der externe Angreifer, der von der IP 203.160.68.12 aus operierte, versuchte, CVE-2024-24919 (eine Schwachstelle für beliebiges Dateilesen) mithilfe einer manipulierten HTTP-POST-Anfrage auszunutzen, die auf den Endpunkt /clients/MyCRL mit einer Directory-Traversal-Nutzlast (aCSHELL/../../../../../../../../etc/passwd) gerichtet war.
Nach einer gründlichen Incident-Response-Untersuchung über die SIEM-, Firewall-, Betriebssystem- und Webzugriffsprotokolle wurde festgestellt, dass zwar das anfängliche Lesen der Datei /etc/passwd erfolgreich war (HTTP-Status 200 mit 1256 Bytes lokaler Systembenutzer-Metadaten), nachfolgende laterale oder Eskalationsversuche (wie das Auslesen von /etc/shadow) jedoch blockiert wurden (403 Forbidden). Darüber hinaus bestätigten Systemaudits und Terminalprotokollprüfungen das Fehlen von Post-Exploitation-Aktivitäten wie Remote-Code-Ausführung, Reverse Shells oder der Erstellung unbefugter Benutzerkonten.
🔍 Untersuchungsergebnisse & Beweise
1. SIEM-Alarm & Asset-Schwachstellenzuordnung
- Ziel-Asset: Check Point Security Gateway (
172.16.20.146) - Erkennungsauslöser: SIEM-Regel
SOC287(Event-ID263) für CVE-2024-24919. - Nutzlaststruktur: Bösartige HTTP-POST-Anfrage mit
aCSHELL/../../../../../../../../etc/passwd.

(Oben: Asset-Schwachstellenzuordnung und Identifizierung im Zusammenhang mit CVE-2024-24919)
2. Firewall-Datenverkehr & Ereignishistorie
- Überprüfung des Firewall-Datenverkehrs und der Betriebshistorie rund um den Vorfallszeitraum (15:12 Uhr - 15:30 Uhr).

3. Analyse der Webzugriffsprotokolle (/var/log/access.log)
- Erfolgreicher Kompromittierungsvektor: Die Anfrage zum Lesen von
/etc/passwdgab den HTTP-Status200 OKzurück, was die Offenlegung von Systemkontodaten bestätigt. - Fehlgeschlagene Eskalation: Ein nachfolgender Versuch eines verwandten externen Scanners (
203.160.68.13) zielte auf/etc/shadowab und wurde erfolgreich mit einer HTTP-403 Forbidden-Antwort abgewiesen. - Überprüfung des Hintergrundrauschens: Gleichzeitige Einträge von internen IP-Adressen (
192.168.x.x,10.x.x.x,172.16.x.x), die Standard-HTTP-Anfragen durchführten, wurden als routinemäßige Unternehmensnetzwerkaktivität verifiziert, die vollständig unabhängig von dem externen Eindringen ist.

(Oben: Rohe Webzugriffsprotokolle, die die erfolgreiche LFI-Ausführung sowie blockierte Zugriffsversuche zeigen)
4. Asset-Tagging & Threat Intelligence
- Überprüfung der Asset-Konfiguration und der Quell-IP-Adresse des Angreifers (
203.160.68.12) gegen Threat-Intelligence-Plattformen.

(Oben: VirusTotal-Reputationsprüfung, die eine bösartige/verdächtige Zuordnung bestätigt)
🛡️ Abhilfemaßnahmen & Empfehlungen
- Sofortiges Patchen: Wenden Sie den offiziellen Check-Point-Hotfix oder das Firmware-Upgrade an, um CVE-2024-24919 dauerhaft zu beheben.
- Perimeter-Blockierung: Erzwingen Sie Firewall-Regeln, um Datenverkehr von der bösartigen externen Quell-IP
203.160.68.12(AS 10099 - China Unicom Global) zu blockieren. - Passwort-Hygiene: Führen Sie proaktive Passwortzurücksetzungen für die Standarddienst- und Benutzerkonten durch, die in der offengelegten Konfigurationsdatei identifiziert wurden.